Merten`s Tauchreisen Gästebuch – hier berichten unsere Kunden und Gäste

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(97) Helmut
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Lieber Rainer & Team,

Die Kroatien-Tauchsafari "Vis" mit dem Tauchschiff "Vranjak" vor zwei Wochen (17.-24.9.2016) war großartig - Betreuung (Tauchlehrer Tomislav u.a.), Tauchen, Schiff, Essen - alles war super!!
Jeden Abend waren wir in einem anderen Hafen und unternahmen einen netten Landgang.
Ich habe die Woche sehr genossen - DANKE!
An-und Rückreise hatte ich mit einem Fernbus (Eurotouring) gemacht - (unschlagbarer Preis 68.- € ab München / incl. Rückfahrt, zzgl. 2 € pro Gepäckstück) - zu empfehlen !
Und ich hoffe, dass ich kommendes Jahr wieder dabei bin - wenn eben berufliche und private Termine passen...
Ganz herzlicher Gruß - und alles Gute weiterhin,
Euer Helmut


(96) Kerstin Schwabe
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Unsere Tauchsafari auf den Malediven, mit der AMBA, war ein voller Erfolg: Tolle Leute, tolles Essen, tolle Organisation, tolle Tauchgänge.........
Ein ganz großes Dankeschön für den Einsatz von Rainer, was unsere Urlaubsplanung angeht.
Er hat uns wirklich jeden Wunsch erfüllt.
Hoffentlich bis ganz bald.
LG Kerstin und André

(94) Melanie Henkemeyer-Möller
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Liebe Ingrid, lieber Rainer,

vielen Dank für die tolle gemeinsame Reise und die vielen wunderschönen Tauchgänge in Sham el Naga. Die unaufgeregte, sehr relaxte Art von Euch und Euer unglaubliches Erfahrungspotential waren für mich als Tauchanfängerin Gold wert. Ich habe sehr viel gelernt und erlebt und hatte dabei viel Spaß.
Vielen Dank für die tolle Organisation und herzliche Grüße aus Hamburg! Video




(90) Rainer Merten
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Liebe Freunde und Kunden, ich möchte hier einmal ein email von Golden Dolphin Safari World, eines unserer Partner in Hurghada, Ägypten, veröffentlichen, das mich sehr stolz macht und uns in unserer unermüdlichen Arbeit bestätigt:


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Hallo A....d,
Es freut mich das es Dir bei uns gefallen hast... und an Deinem Interesse wieder bei uns einzubuchen. Doch moechte ich vorab darauf hinweisen... Du hattest die letzten Male ueber Rainer Merten eingebucht... und ich moechte Dich bitten das auch dieses Mal wieder zu tun. Bitte verstehe, wir haben gute sowie langjaehrige Kontakte mit unseren Agenturen die uns in Deutschland ebenfalls vertreten. Diese moechten wir auch weiterhin pflegen und Dir sagen das wir keine Gaeste von unseren Agenturen abwerben. Darauf bin ich persoenlich auch sehr stolz...., denn das findet man hier nicht immer. Bitte habe deswegen auch Verstaendnis das ich Dich bitte spaeter ueber Rainer einzubuchen und alles weitere mit ihm direkt schreibst. 
Petra Golden Dolphin Safari World Team info@golden-dolphin.net


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Ich möchte hier auch noch einmal darauf hinweisen das Buchungen über uns nicht teurer sind als direkt. Im Gegenteil, ihr bekommt von uns kostenlos die Sicherheit einer Insolvenzversicherung die Eure Zahlungen versichert. Auch ist ein Ansprechpartner in Deutschland immer sinnvoll, vor Allem, wenn es ausnahmsweise mal Probleme geben sollte!


Euer Rainer



(88) Petra
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Ich komme gerade von der Safari mit der Seawolf Soul und kann nur sagen , es war spitze! Alles ! War bestens organisiert. Buchung über die Merten`s, nette Crew , sehr gute Guides, alles erste Sahne!

(87) Matthias Bauermeister
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war im April auf der Euphoria auf einer Tauchsafari in Misol (südliches Raja Ampat). Fauna und Flora vom Feinsten. Wälder blühender Gorgonien in fast allen Farben, durch welche man traumwandlerisch tauchen kann. Riesige Barracudaschwärme, Wobbegong Haie, wenige Riffhaie und Mantas. Ansonsten aber alles vorhanden, was die taucherische Leidenschaft erhält. Von 39 Tauchgängen an 10 Tauchtagen lediglich 2 sehr mäßige. Eigner und Crew sind ausgesprochen freundlich und sehr relaxt. Küche ebenfalls sehr gut und abwechslungsreich. Schiff selber ist sehr geräumig mit seinen 3 Decks und großem Salon. Empfehlenswert ist die Safari für erfahrene Taucher, die selbstverantwortlich tauchen können und wollen, auch mal ohne enges buddy system. Die beiden Tauchguides sind als pathfinder sehr nützlich gewesen, insbesondere beim Auffinden der vielen Kleinstlebewesen. Vor der Buchung ist zu klären, ob die Safari ins südliche (Misol) oder ins nördliche Raja Ampat führt. Mitreisende haben aber auch das nördliche Raja Ampat sehr empfohlen.

(83) &i
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war im Dezember auf einer Tauchsafari auf den Malediven.
Blueforce Veranstalter für hauptsächlich Spanische Kunden
Blueforce one, tolles neues Boot
Tauchtour Malediven 5 Atolle
Walhai
Manta
Haie ohne Ende
gebucht bei Mertens Tauchreisen :-)


gruß

&i

(82) Henry
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Hallo Ihr zwei,
es war ein toller Urlaub in Sharm El Naga (Ägypten)!!! Alles war bestens Organisiert! Gern wieder!!!!
Mit freundlichen Grüssen Henry

(81) petra kaika
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Wir waren sehr zufrieden mit dem Service, sogar Sonntags auf eine Anfrage Antwort erhalten.
Gerne wieder. WIr haben eine DE-Fury Shoals auf der Indpendence II gebucht und das war das beste Boot was wir je hatten.
petra

(77) Frank Diercks
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Bereits zum 2. mal haben wir, 10 Tauchsportfreunde des HSV 1892 e.V. eine Tauchsafari bei Ingrid und Reiner Merten gebucht. Die Organisation, Buchung und der Ablauf war jedesmal einwandfrei. Wir hatten stets prima Schiffe mit hochmotivierten Crews und excelenten Tauchguides.

Diesmal haben wir eine einwöchige Tauchreise zum St. Johns Riff im Roten Meer unternommen, dabei wurden wir von Ingrid und Reiner begleitet.

Neben dem Tauchen in wunderschönen Tauchrevieren konnten 2 unserer Kameraden auch bei Reiner die Ausbildung zum CMAS *** Taucher erfolgreich abschließen.

Herzlichen Dank an Mertenes Tauchreisen und eine klare Empfehlung hier einen Tauchurlaub zu buchen.

Vielen Dank und liebe Grüße von den Tauchern/in des HSV 1892 e. V. Hannover


(44) Steffen
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Hallo Ingrid ,Hallo Rainer

Danke für den Tip mit Samos. Es war eine top Alternative für den leider ins Wasser gefallenen Ägyptentrip.
Kann mich den Worten von Gerhard nur anschliessen . Eine Super Location , kann euch dazu nur gratulieren .
Die Tauchgänge mit Aganemmnon ( kurz: Memmos) sind klasse .

Als Taucher kommt man voll auf seine Kosten und auch für die nichttauchende Begleitung findet sich was.

Das Hotel wirkt wunderbar familieär , man fühlt sich einfach wohl . Es ist angenehm ruhig gelegen , kein Massentourismus .

Das mit den Treppen iss wahr - aber nun gut , das Hotel liegt halt am Hang .
und egal wie lange oder kurz man dort ist - es ist immer zu kurz.

Vielen Dank für diesen Tip , und ich hoffe man sieht mal wieder ( über und oder unter Wasser)

SteffenBrucksch

(43) Gerhard Däuber
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Hallo Rainer,

war ein sehr schöner Urlaub. Hatten sehr schöne Tauchgänge. Wurden von allen sehr freundlich und zuvorkommend behandelt. Es hat Alles bestens geklappt, vom Transfehr, Unterbringung bishin zum Tauchen. Fotos mit Kindern waren leider nicht möglich, da am Strand vor/unter der Hotelanlage sogut wie keine Kinder waren. Es geht immerhin 115 Treppen vom Hotel hinunter zum Strand und kleine Kinder können dies nur mit ihren Elteren bewerkstelligen.
Das Hotel ist sehr gut ausgestattet und die Zimer sehr sauber. Aganemmnon der Besitzer des Divecenter machte mit uns sehr schöne Tauchgänge, die alle mit dem Schlauchboot durchgeführt wurden. Du solltes evtl. bei weiteren Kunden erwähnen dass die Tauchausrüstung von ihm gestellt wird.
Uns wurde mitgeteilt dass meine Frau und ich die ersten Kunden waren die eine reine Tauchreise in dem Hotel und bei ihm gebucht hatten. Die anderen Taucher die gelegentlich bei den Ausfahrten mit dabei waren kamen von anderen Hotels und führten nur sporadisch Tauchgänge durch.
Auf dein Angebot bich ich durch Recherschen im Internet gekommen. Meine geplante Tauchreise nach Ägypten wurde wegen der Unruhen kurzfristig storniert und ich benötigte Erstatz. Unter "Lastemintute Tauchreisen Mittelmeer" erhielt ich mehrere Adressen unter anderem auch deine. Ich habe mehrere Anfragen gestellt aber nur von dir eine Rückantwort mit Angebot bekommen. Ich habe dieses auch dann sofort angenomen und wurde nicht entäuscht. Wenn du Angbote für nächstes Jahr hast, etwa wieder zur gleichen Zeit, lasse diese mir zukommen.

Nochmals viele Grüße von sehr zufriedenen Kunden
Gerhard und Renate Däuber


(42) Heiko
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Vielen Dank für die tolle Weihnachts-u.Sylvestertour auf der MOANA.
Schon die Organisation im Vorfeld war spitze und genauso hat dann auch alles funktioniert!
Auf der MOANA war es dann wieder ganz toll-nicht nur das Tauchen,vor allem auch das Essen und der Service an Bord waren richtig toll.
Dabei war das Wetter für diese Jahreszeit auch noch erträglich und die Sicht,dank Joschs kluger Tauchplatzwahl meist ganz gut.beaonders gefiel mir,das es beim Tauchen keinerlei Restriktionen und Bevormundungen gab.
Also nochmals Dank an das tolle Team der MOANA und an Mertens Tauchreisen

(41) Vanessa Pabst
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Die Woche auf der MY Sea Friend auf dem Weg nach St. Johns war toll, alle zufrieden - sowohl wir Gäste als auch die Guides mit uns ;-) . Die Crew und Guides haben uns verwöhnt, lediglich das Schiff hätte mal wieder eine Überholung nötig, besonders in den Kabinen. Da ein anderer Gast noch spät in der Nacht kam, sind wir auch erst am späten Sonntagvormittag anstatt noch Samstag abend losgefahren, also einen halben Tag 'verloren', aber das hat unserer guten Stimmung keinen Abbruch getan.

Dafür hatten wir eine kurze Busfahrt, weil wir doch in Port Ghalib (statt Marsa Alam) aufs Schiff konnten und auf dem Rückweg haben wir am Elphinstone Reef angehalten, was bei der ursprünglichen Planung auch nicht mit drin war. So konnten wir noch ein paar Haie mehr betrachten :-)

Das Essen war gut, lediglich die Wellen hätten an den ersten zwei Tagen weniger stark ausfallen können, dann hätten wir die Bordapotheke nicht so stark strapazieren müssen und es hätte noch besser geschmeckt ;-) .

Die Woche war viel zu kurz, aber wir hatten viel Spaß und tolle Tauchgänge.

Vielen Dank!

(40) Kathrin Greiner-Harter
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Lieber Rainer, liebe Ingrid,
mit diesem Eintrag möchte ich mich im Namen meiner gesamten Tauchgruppe noch mal ganz besonders für die tolle Planung und Organisation unserer Tauchsafari auf der Golden Dolphin I, Süd-Tour, Ägyptenreise bedanken. Dank Eurer Mühe hat sowohl vom Abflug über den Transfer, die Safari selber und der Rücktransport problemlos geklappt. Es gab keine Zwischenfälle, wir waren sehr zufrieden mit allem und werden auch bei unserer nächsten Reise wieder bei Euch buchen. Eure Betreuung vor dem Flug, das Erledigen der ganzen Anfragen sind einzigartig. Bei Euch ist der Kunde noch König. Macht weiter so, ihr könnt stolz darauf sein auf das was ihr alles im Hintergrund leistet. Ihr seid eim ****** Sterne+ Tauchreiseveranstalter und wir werden Euch besten Gewissens weiterempfehlen.
Bis bald, Kathrin mit Team von Esox Dive

(27) Sabieraj, Joachim
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Fury-Shoals mit der MY Quick-Shadow vom 31.5.12-7.6.12. Nach einem angenehmen Flug mit Condor landen wir um 17 Uhr pünktlich in Hurghada, wo wir von Bluewater-Safaris in Empfang genommen werden. Nach einer 3-stündigen Fahrt kommen wir zusammen mit Britta und Franko, die wir im Bus kennengelernt haben in Port Ghalib an. Dort erwarten uns mit Line und Peter die neuen Guides, mit denen wir gemeinsam eine traumhafte Safari erleben werden. Bereits um 8Uhr am nächsten Morgen sind wir auslaufbereit und starten nach Süden. An Bord sind neben Britta und Franko noch Laura und Christian, also wenig Gäste und damit viel Platz und Service für jeden. Tag für Tag und Riff für Riff stromern wir durch den Süden Ägyptens und genießen die Unterwasserwelt. Zweimal haben wir sogar das Glück mit Deplhinen schnorcheln zu können. Es ist wie ein Rausch, zwischen den eleganten Tieren mitzuschwimmen. Aber es wird auch ernsthaft gearbeitet an Bord, denn Line unserer Guide bildet während der Safari meinen 16 jährigen Sohn Martin zum AOWD aus. Und sie nimmt ihn richtig ran! Theorie und Praxis werden nicht geschenkt und so navigiert Martin mehr oder weniger genau, tariert "in Perfektion" und wird so Tauchgang für Tauchgang zum besseren Taucher. Höhepunkt der Tour ist am letzten Tag das Elphinstone-Reef. Und tatsächlich Hammer- und Riffhaie machen den tauchgang tatsächlich zum absoluten Großfisch-Höhepunkt. Der Abschied vom Schiff am nächsten Tag fällt schwer, zu schön war die gemeinsam erlebte Zeit. Auch die beiden Guides Peter und Line und die Besatzung haben wir ausgiebig kennen und schätzen gelernt, denn sie haben ihre Arbeit perfekt und mit Freude gemacht. Martin und ich werden auf jeden Fall nächstes Jahr wieder kommen, Brothers oder St. John stehen dann auf dem Plan. Und die gesamte Planung Buchung und Organisation natürlich wieder über Ingrid und Rainer Merten, dem Team von Merten`s Tauchreisen! Perfekt :-)



(26) Rudi Kneip
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Tauchreise Komodo Nationalpark 14.05.-27.05.12
Die Anreise ab Frankfurt mit A 380 Singapore-Airlines war ein sehr positives Erlebnis.
Tauchen um Sangeang und Komodo war Spitzenklasse. tolle Riffe, großer Fischreichtum, Schildkröten und Mantas bis zum Abwinken. Strömungstauchgänge der Spitzenklasse fast ICE Tauchgänge. Haie waren ein bischen scheu, konnten mir aber mit meinem Bonex-Scooter nicht entkommen. Die Tauchgänge mit der "Moana" unter der Leitung von Ingo waren sehr gut organisiert und für gute Taucher (ohne Tiefenmesser) großzügig ausgelegt. Der Servies von Ingo und Sussi und der vielköpfigen sehr freundlichen und hilfsbereiten Crew war empfehlenswert. Ich habe gerade noch den letzten Platz auf der Weihnachtstour ergattert.
Diesmal will "Josch" (auch Mitbesitzer der "Moana") die letzte Tour noch toppen. (Wird nicht einfach) Aber erstmal muß ich meine Tauchreise Okt.-Nov. nach Guatelupe zu den weißen Haien gut überstehen. Im Mai geht es dann wieder an das Rote Meer! In meinem Alter darf man nichts auslassen. Die Zeit rennt. Die gute Planung und Durchführung der Tauchreisen von Rainer und Ingrid Merten helfen dabei sehr! --try the best live the rest--
mit Hochachtung Rudi Kneip


(25) Tina Dinkel
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HALLO IHR LIEBEN TAUCHER UND FREUNDE VON MERTENS TAUCHBAIS.
ICH MÖCHTE AUF EUER SCHREIBEN VOM 19.12.2012 MICH PERSÖNLICH AUS EGYPTEN HURGHADA MELDEN.
ICH LEBE HIER IN HRG MAGAWISH SEIT LÄNGERER ZEIT UND FÜHLE MICH HIER HERZLICHST ZU HAUSE.
FÜR MICH GIBT ES AUCH KEINEN WEG NACH DEUTSCHLAND MEHR WIE BESCHRIEBEN WURDE MIT UNRUHEN DA UND DORT ZU SEHEN IST!
MEIN HERZ IST SEHR IM LANDE EGYPTENS VERBUNDEN!
EURE ÄNGSTE NACH EGYPTEN KANN ICH GUT NACH VOLLZIEHEN!
DURCH PRESSE UND TV.
DA ICH HIER LEBE MÖCHTE ICH EUCH EINE WUNDERSCHÖNE NACHRICHT ÜBERMITTELN DASS ES HIER IN HURGHADA UND UMGEBUNG SEHR SEHR RUIG ZU GEHT.
AUS RESPEKT UND SICHERHEITSGRÜNDEN AUCH FAHRE ICH SELBST NICHT NACH CAIRO.
DIE WELTSTADT CAIROLIEGT 480 KM VON HRG ENTFERNT.
ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINE SCHÖNE ANKUNFT
UNTER DER SONNE EGYPTENS IN HURGHADA
SHARM EL NAGA AN DER RED SEA!
UND WENN SIE MÖCHTEN SEHEN WIR UNS HERZLICHST GERNE ÜBER DIE TAUCHBASIS MERTENS AB 2.2.2012 IN SHARM EL NAGA
AUCH MEINEM PARADIES AUF ERDEN !!!
SELBST VERSTÄNDLICH DANN AUCH GERNE PERSÖNLICH.
HERZLICHE GRÜSSE
EURE TINA DINKEL
AUS MAGAWISH IN HURGHADA


(24) Tina Ölschläger
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Liebe Ingrid, lieber Rainer,
der Tauchurlaub mit Euch in Sharm el Naga war wieder einmal wunderschön: Nette Leute, viel Spaß, tolles Tauchen, gutes Essen – was will man mehr? Vielleicht ein bisschen weniger Wind und mehr Wärme Anfang Februar wäre schön gewesen – da müsst Ihr noch an eurem Kontakt zu Petrus arbeiten!
Der nächste Tauchurlaub mit Euch kommt bestimmt.
Herzlichst
Tina

(23) Alexander Sadofsky
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Liebe Ingrid,
Lieber Rainer !

Leider ist unser gemeinsamer Tauchurlaub in Sharm El Naga schon wieder Vergangenheit …. :-(
Als Wiederholungstäter (also bezüglich sharm El Naga) muss ich sagen:
Es war wie immer wunderschön – keine Menschenmassen; tolles Hausriff; nette stets hilfsbereite Belegschaft in Tauchbasis und Resort; nette Leute; entspannte Tauchgänge; gutes Essen; ….
Der Wettergott war uns halt nicht so gnädig, aber bei -20 Grad in der Heimat sind einige Tage mit Wind und kühleren Temperaturen (15-20 Grad, aber PLUS) auch kein Beinbruch.

Danke für die wie immer tolle Organisation, es war sicher nicht unser letzter Tauchurlaub in Sharm El Naga !!

Grüsse aus dem winterlichen Österreich,
Alexander


(22) Katrin
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Hallo Ingrid, hallo Reiner!
Die 2 Wochen auf der Golden Dolphin waren sehr angenehm!!!!!
Es war eine entspannt und gut gelaunte Atmosphere sowohl über als auch unter Wasser !!!!
Nur das mit den Temperaturen könntet ihr nächstes mal etwas besser machen (Wasser mind.25 Grad und nur bis Windstärke 3 wären gut!!!) :-)

Lg Katrin


(21) Rudi Kneip
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Rainer Merten + Hurghada = no problems! Tolle Safari Ingrid und Rainer. 2 TG an der Thistlegorm, alleine! Einer davon mit phantastischer Sicht! Und 60 -80 bumsende Delfine an Rocky Islands. Danke für die 20 Liter Flasche. Dank an Golden Dolphin für die Einladung. Tom und Talat sind erfahrene und sympatische Tauchguides mit großzügiger Auslegung der Tauchtiefe. Erfahrene Crew und nette Tauchgäste an Bord. Was will man mehr? Ich freue mich schon auf die Komodo Tour im Mai auf der Moana und den Flug mit der A380 :-) Rudi Kneip aus Kairo



(20) Florian Krebs
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Hallo Rainer,

Die letzte Safari war wieder mal klasse. Zwar waren die Temperatur und der Wind nicht ideal und auch ist meine Kamera an der Thistlegorm abgesoffen, aber trotzdem konnte dies der geselligen Stimmung an Bord keinen Abbruch tun.

Ich freue mich schon auf die nächste Safari mit euch (Rainer, Ingrid und natürlich auch den netten Mit-Gästen).
Hoffentlich ganz bald.

Ach ja und übrigens nur ein Beweisfoto von den 50 Delfinen hätte den Tauchgang toppen können!

Liebe Grüße
Florian

(19) Karin Hohrein
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Hallo Rainer,

meine erste Tauchsafari mit dir und überhaupt. Zwei wochen mit Nord-und Südtour im März 2012. Was soll ich sagen? Die Leute waren gut drauf, die Crew wusste was sie tat und wir haben uns rundum wohl gefuehlt. Ich habe nicht nur das rote Meer kennengelernt, sondern dank erfahrener Kollegen auch wieder jede Menge dazugelernt. Das Wetter war etwas frisch, aber schoen wars trotzdem. Die Delphinschule war fuer mich ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

(18) Tommi
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Hallo Ingrid & Rainer,
ich kann mich natürlich n Heinz nur anschliessen; die Safari diesen März war wirklich super und wir hatten tolle Tauchgänge. An der Thislegorm hat es mir besonders gefallen. Beim nächsten mal sehn wir bestimmt wieder so viele Delphine ;) oder Ingrid?
Tommi

(17) Hammerschmied Heinz
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Hallo Rainer und Ingrid,
die 2-wöchige Tauchsafari im März war einfach super. Das Wetter hätte zwar besser mitspielen können, aber man kann nicht alles haben.
Wie bei euch üblich war wieder alles bestens organisiert. Auch die übrigen Safarieilnehmer waren alle gut drauf. Ein Highlight war natürlich die "Tauchlegende Rudi Kneip".
Ich habe übrigens schon für die Safari im April 2013 gebucht.
Gruß Heinz aus München

(16) Otto
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Hallo Ingrid und Rainer,
vielen Dank für den schönen Tauchurlaub.
Wir hatten viel Spaß und super Tauchgänge in einem tollen Tauchrevier in einem freundlichem Resort und durch die super Truppe auch sehr viel gelernt
Gruß
Karin und Otto

P.S.
Da fahren wir sicher wieder einmal hin.

(15) Rainer
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Hallo Freunde, habe erfahren, das es Probleme mit der Eingabe des Captcha Codes per Bild gibt. Habe nun das das Captcha Verfahren geändert und hoffe, das klappt besser. Beste Grüße, Rainer



(14) Michael Gehr
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Hallo, ich war mit Rainer auf Tauchsafari in Ägypten: Nord,Brothes, Daedalus vom 04.-18.04.2011.

Flug mit Condor von München nach Hurghada, Einchecken im Hafen auf der "MY Golden Dolphin".

Dann folgt eine Woche Wracktauchen vom feinsten. Carnatic, Chrisula K., Giannis D., Thistegorm, Dunraven.
Genug Alteisen, Überfahrt zu den Brother Island's, Weil das Wetter so gut mitgespielt hat waren wir 5 Tage an den Brother's. Haie sind hier an der Tagesordnung, Riffhai und Fuchshai gab es bei fast jedem Tauchgang zu sehen. Ab und zu auch mal Hammerhai. Ganz zu schweigen von den unzähligen Flötenfischen und Fahnenbarschen die das Riff bevölkern.

Weiter geht es zum Daedalus.
Das selbe wie an den Brother's nur von allem nicht ganz so viel.

Dann Rückfahrt Richtung Festland mit Zwischenstopp am Elphinstone. Letzter Tag, die letzten Tauchgänge.
Ich persönlich hatte da meine schönste Haibegegnung, war etwas abseits der Gruppe, hatte keine Lust mehr am Plato bis auf 40 m zu gehen, war nur so bei ca 30 m. Kleiner Riffhai ganz für mich alleine, schwamm so 5-6 mal vor mir hin und her. Abstand: ca 2-3 m.

Im ganzen hat mir die Safari sehr gut gefallen. War fast alles da was es am Rotenmeer so gibt. Organisation war super, ich werde auf jeden Fall wider bei Rainer Buchen.

(13) Rainer
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Heute Morgen um 06:30 landeten wir nach einer phantastischen Tauchsafari auf der Moana wieder in München. Die Moana, ein Motorsegler mit sehr viel Charme, schließt jeder gleich bei der Ankunft in sein Herz. Wir fuhren mit netten Gästen und einer hervorragenden Crew eine Tauchsafari der besonderen Art. An kleinen Inseln, die zwischen Flores und Sulawesi in der Flores See liegen, erkundeten wir völlig unberührte Steilwände mit riesigen Schwämmen und einer sagenhaften Artenvielfalt. Leider war das Wetter nicht optimal, so das wir bereits nach 3 Tagen wieder die ruhigeren Gewässer im Komodo anfuhren. Aber auch hier gab es Steilwände - Bato Blong - für mich einer der besten Tauchplätze weltweit - und Kanäle mit sehr viel Strömung und sehr viel Großfisch. Hier jagen Haie, Zackenbarsche, Stechrochen und vieles mehr... Für das gute Gelingen dieser Tour bedanke ich mich sehr bei meinen Gästen und der Crew, die immer freundlich zur Stelle war! Einen besonderen Dank möchte ich noch dem Matthias für seine Stadtführung in Singapur aussprechen! 11 Stunden Aufenthalt der Gäste, die nach München zurückflogen, wurden dadurch zu einem Augenblick mit sehr vielen Eindrücken über Land und Leute.... Vielen Dank! Die nächsten Touren mit der Moana sind in Planung und werden bald unter "Spezialtouren" veröffentlicht.



(12) F. Schmidt
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Hallo, wirklich ein super Website mit erstklassigen und interessanten Informationen haben Sie hier. Eine der besten Seiten im Netz zum Thema Tauchreisen würde ich sagen. Ein dickes Lob von mir an dieser Stelle und weiter so! Viele Grüße, F. Schmidt

(11) Elischeba Wilde
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Hallo liebes Mertens-Tauchreisen Team,

Danke für den netten Kontakt - spätestens auf der nächsten Tauchermesse boot in Düsseldorf sehen wir uns wieder! Ich wünsche viele nette Gäste und hoffe, dass Sie eine Menge Urlauber zu Walhaien, Großfischen, Mantas und anderen unvergesslichen Highlights der Unterwasserwelt führen können!

Liebe Grüße von Unterwassermodel und Moderatorin Elischeba

(10) Frank Wernicke
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Hey,

ich (PADI Instructor) bin gerade dabei über Mertens Tauchreisen eine Tauchsafarie mit meiner Truppe zu organisieren.

Wir machen eine der Marinaparktouren im Süden von Ägypten.

Die Erfahrungen mir Rainer sind sehr positiv. Hier macht es sich wirklich bezahlt, dass ich keine Reise von der Stange bei einem der großen unpersönlichen Tauchveranstalter gebucht habe.

Bei der Organisation hat sich Rainer total engagiert gezeigt und einige Probleme gelöst, die im Rahmen der Unruhen in Ägypten aufgetreten sind. Ich bin sehr zufrieden.

Zudem hat er sich bei unvermeidbaren Problemen die durch die Unverschämtheit der Fluggesellschaften angefallen sind, uns gegenüber sehr kulant gezeigt.

Alles in Allem kann ich Mertens Tauchreisen nur wärmsten weiterempfehlen.

Ich bin gespannt, wie die Safarie ankommt und werde nach der Reise davon hier im Forum wieder berichten.

(8) Dr. Joachim Sabieraj
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Bislang bin ich immer alleine auf Tauchsafari gegangen. Seit mein Sohn tauchen gelernt hat überlegte ich mir ob man mit einem 15Jährigen auf Tauchsafari gehen kann? Ja, es geht, es geht sogar prima. Wir waren vom 21.4-28.4.11 mit der Quick Shadow auf einer Familiensafari im Süden Ägyptens unterwegs, bis hinunter nach Sataya und es hat uns beiden riesig Spaß gemacht. Fast schon unglaublich ist die Effizienz und der reibungslose Ablauf am Flughafen in Hurghada. Der Mitarbeiter von Bluewater-Safaris wartet schon mit dem Visum, das Gepäck kommt ruckzuck, der Transferbus wartet bereits und mit Getränken und Snacks versehen gehts Richtung Port Gahlib. Kaum angekommen checken wir an Bord ein und werden erstmal mit einem leckeren Abendessen verwöhnt. Super! Statt Urlaub in Hotel mit dauerndem Ausrüstungsschleppen und was alles notwendig ist um 1-2 mal täglich ins Wasser zu kommen haben wir in einer Woche 19 entspannte und sichere Tauchgänge an wunderschönen Plätzen genießen können. Wenn notwendig oder gewünscht, haben sich Achmed und Roland, die beiden hoch kompetenten und verantwortungsvollen Guides hervorragend um uns gekümmert. Auch ein 15 jähriger Jugendlicher fügt sich gut und problemlos in die Bordgemeinschaft ein und hat auch viel Spaß mit den vielen jungen ägyptischen Crewmitgliedern. Langeweile? Fehlanzeige!
Haie, Napoleons, Rochen, Feuerfische, Delfine und, und, und ... wir haben das alles gemeinsam erleben dürfen. An Bord wächst auch die Beziehung zum eigenen Kind, denn als Buddy übernimmt auch das Kind Verantwortung und reift durch dieses Vertrauen das man ihm entgegenbringt. Deshalb das Fazit: Geht mit euren Kindern tauchen, geht ruhig auf Safari, das funktioniert hervorragend und ihr werdet euren Urlaub wirklich genießen können. Gerade ein so hervorragend geführtes Schiff wie die Quick Shadow sorgt für einen unvergesslichen Urlaub.

(7) Dr. Jens Masselmann
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Reiseveranstalter mit herausragendem Engagement und interessanten Angeboten (Rainer und Ingrid begleiten viele Kreuzfahrten selber), die sich angenehm vom ´Null-Acht-Fünfzehn´-Standard abheben und preisgünstig sind. Ich selbst habe gerade bei Merten´ s Tauchreisen im Zusammenhang mit dem Machtwechsel in Ägypten eine Tauchkreuzfahrt auf Kulanzbasis kostenlos stornieren und umbuchen können.

(6) Michael Schlicke
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Südtor 2008
Der Condor hat mich auf seine Schwingen genommen und nach Ägypten geflogen. Aus dem nassen Nieselregen in das sonnige und angenehm warme Hurghada. So sitze ich nun auf dem Sonnendeck und genieße die Abendsonne. Das Gepäck ist verstaut, das Tauchzeug aufgerödelt, die Formalitäten abgeschlossen. Die werden auch immer umfangreicher: Brevet, Logbuch und Tauchtauglichkeit sind ja normal, dann aber eine Seite klein gedrucktes über das Tauchen im Allgemeinen und (ägyptische?) Verhaltensmaßregeln im Besonderen. Datum, Unterschrift. Seite zwei, ebenso gestaltet mit Haftungsausschluß gegenüber Padi und der Basis für alle nur denkbaren Vorkommnisse. Seite drei dann, noch kompakter gestaltet widmet sich in aller Ausführlichkeit meiner Gesundheit und listet eine umfangreiche Sammlung von Erkrankungen, deren Abwesenheit in meinem Körper ich bestätigen muss.
Für unsere diesjährige Weihnachts- / Neujahrstour sind wir auf der Seawolf Soul untergekommen. Das Highlight unter meinen bisherigen Kreuzfahrern. Groß und geräumig; von der Kabine bis zum Sonnendeck ist Platz reichlich vorhanden. Das Schiff ist grade mal zwei Jahre alt und doch schon stark von Gebrauchsspuren gezeichnet. Charter ist halt doch ein harter Job. Mal sehen wie es sich so auf See macht. Am Liegeplatz ist von den Discos noch nichts zu hören. Dazu ist es denn wohl noch zu früh und außerdem übertönt der Generator Auspuff unseres Bootes einfach alles. Es ist also richtig gemütlich hier.
Ich werde hier über unsere Tour und meine Eindrücke der Tauchgänge berichten. Geplant ist eine „Explorer Tour“ die uns auch an Riffe abseits des Standard Programms bringen soll. Der Plan sieht folgendes vor: Brother Islands, Daedalus, Zabargad Island, St. Johns Riffe, Fury Shoals Riffe, Wadi Gamal, Elphinstone und Ende in Marsa Alam. Es müsste also für jeden etwas dabei sein, auch mit Hoffnung auf Großfisch.
Nachdem die letzten Passagiere eingetroffen sind gibt es endlich ein richtiges Essen. Und was für eines! Mit Suppe, verschiedene Salate, Pommes Frites, Karotten und Erbsen Hähnchenfleisch und Fleischbällchen. Selbst wenn das Essen etwas nachlassen sollte, es sieht viel versprechend aus. Anschließend hat
Guide Huby in gewohnt launiger Weise über das Leben und Überleben an Bord belehrt.
Dienstag, der 23.12.08 Tg 515 Gota Abu Ramada
Heute war noch einmal ausschlafen angesagt. Man muss ja merken, dass Urlaub ist. Dann wird es ernst. Ablegen und die Safari beginnt – mit einem ausgiebigen Sicherheits Briefing. Dann – endlich – ins Wasser und abtauchen. Der Gewöhnungstauchgang: Und es ist auch alles wie gewohnt: Genügend Blei um mich hier zu verankern, Wasser kommt in die Maske, Druckausgleich funktioniert und die Strömung kommt aus der falschen Richtung. Also Plan B, das heißt nach Westen und sich in den Korallenbuchten verstecken. Buddy Rüdiger folgt wie ein Schatten, alles in Ordnung; ich kann mich dem Fotografieren widmen. Da liegt dann auch ein Krokodilfisch, ideal für den Beginn. Wenn da nicht die Wellen wären, die mich immer näher an ihn heran schieben. Bis es ihm zu nah wird und er einen Stellungswechsel vornimmt. Nicht so fotogen, die neue Lagerstätte. Hier im flachen ist der Blitz zu hell und ohne wird es zu dunkel. Unterwegs kommen noch Fische vorbei, zum komponieren einer Aufnahme bleibt keine Zeit. Mal sehen, was daraus wird. Es ist Zeit zur Umkehr. Da, im Blauwasser, schemenhaft, ein Hai, ein großer! Er rührt sich nicht als wir näher kommen, er kann nicht weg. Er ist auf ein Messer aufgespießt und aus Plaste; er ist ein Mahnmal für die traurige Situation der Haie, die in allen Meeren verfolgt und ausgerottet werden. Auf dieser Tour, so hoffen wir, werden wir noch einige dieser Spezies live erleben. Die Strömung schiebt uns sanft zum Schiff zurück und vor dem Aussteigen üben wir noch einmal das Boje setzen. Auch das klappt mit den üblichen Randerscheinungen wie Höhe verlieren und Schnur in der Kamera verheddern.
TG 516 Abu Ramada
Mit einem guten Mittagessen gestärkt und auf dem Sonnendeck wieder Wärme getankt und geruht geht es einen Katzensprung weiter für den letzten Eingewöhnungstauchgang. Wenn es danach geht, müssen wir uns auf schlechte Sicht und Sandsturm, nein um diese Jahreszeit: Schneesturm unter Wasser einstellen. Bis in 10m Tiefe wiegen die Wellen uns rauf und runter. Dabei ist an Fotografieren im Riff kaum zu denken. Sehen wir dem nächsten Tag entgegen und der soll uns an den Brother Islands sehen. Wir sind bei Sonnenuntergang schon auf dem Weg dahin und sollen noch vor Mitternacht dort festmachen.
Mittwoch, 24.12
Eigentlich bräuchte man auf der Seawolf Soul nicht tauchen, das Essen ist schon Genuß an sich. Zu jeder Mahlzeit gut und reichlich. Nach dem Essen ist ausruhen auf dem Sonnendeck angesagt, nur dass es um diese Jahreszeit ehr ein Winddeck ist macht den Aufenthalt ehr gewöhnungsbedürftig.
TG 516, Big Brother, Ostecke
Wind und Welle sind moderat, die Strömung am Schiff deutlich. Am Riff ist es dann wesentlich ruhiger. Für den Early Morning Dive steht die Erkundung des Ostplateaus auf dem Plan. Hier, weit weg von Hurghada und tiefer als 30m sind die Korallen noch in Ordnung; zumal die Weichkorallen hier dominieren. Kein Wunder, dass sich das auch bei den Schildkröten herumgesprochen hat. Die heutige ließ sich dann auch von Videolicht und Kamerablitzen nur wenig stören. Haie glänzen durch Abwesenheit. Zum an Bord kommen muss man die Leiter im Vorbeiflug erhaschen sonst ist ein neuer, Kräfte und Luft zehrender Anflug notwendig.
TG 517, Aida Um zur Aida zu kommen führt kein Weg am Zodiak vorbei. Alles nur zur Übung. Der Bootführer setzt uns dann auch kompetent direkt über dem Wrack ab. Sogar ein bisschen Strömung ist einkalkuliert, so dass wir uns einfach nur fallen, fallen, fallen lassen müssen und schon sind wir da. Keine Strömung und gute Sicht, fotogenes Wrack, spektakulär bewachsen. Was fehlt ist die Muräne und der Hai. Aber man kann ja nicht alles haben. Nach dem Sammeln geht’s abwärts zum Heck,
Fische aufscheuchen und fotografieren. Langsam geht’s senkrecht nach oben, immer dem Deck entlang und kein Motiv übersehen. Jetzt kommt der lange Rückweg zum Boot. Wenn man sich sputet, kann man es schaffen. Aber die Wand ist mit ihrem Bewuchs von Hart- und Weichkorallen viel zu schön um daran vorbei zu rauschen. So lässt man sich doch reichlich Zeit und schaut ab und an ins Freiwasser um die vorbeiziehenden Haie nicht zu verpassen. Wenn sie denn ziehen würden. So werde ich nur von Flötenfischen in die Mitte genommen, die mich als Tarnung missbrauchen. Nützt ihnen aber nichts, weil die anderen Abstand von mir halten. Die Luft reicht bis kurz hinter den Landungssteg, dann muss ich doch klein beigeben und die Boje setzen. Das Zodiak hat nur auf diesen Moment gewartet und steht schon über uns. Das Austauchen ist somit etwas verkürzt. Alles in Allem ein schöner, geruhsamer Tauchgang.
TG 518, Numidia Jetzt soll es wahr werden, bei meinem – ich glaube dem vierten Anlauf – soll es heute zur Numidia gehen. Natürlich mit dem Zodiak. Unser Bootsführer scheint den Abwurfplatz nicht zu kennen, er hängt sich an das andere Boot. Das hat auch den Vorteil, dass ortskundige Taucher uns den Anflug zeigen. Wie ich so mit Druckausgleich und Kamera fertig war steht die Bordwand direkt auf Kollisionskurs vor mir. Diese Backbordseite ist, wie aus Hubies Briefing bekannt, unbewachsen. Aber schon auf dem Oberdeck ändert sich das schlagartig. Weichkorallen wachsen hier wie Kohl auf einem Feld. Das Wrack steht nahezu senkrecht, leicht nach Backbord geneigt am Riff. Die Ladeluken sind offen und geben den Blick ins Innere frei. Bei diesem ersten Erkunden ist es unmöglich, alle Details zu erfassen. Es sind immer nur kleine Splitter, die wahrgenommen und verarbeitet werden. Ich blicke in Räume und Kammern, von Korallen und Fischen in Besitz genommen, ohne zuwissen, welche Funktion ihnen auf dem Schiff damals zukam. Es ist halt ein Wrack und kein Schiff mehr und liegt nun schon länger hier unten, als es je die Weltmeere befuhr. Es ist ein Teil der Unterwasserwelt geworden und doch fremd geblieben. Die geraden Linien und geschwungenen Strukturen passen sich nicht der Landschaft an. So wird ein Wrack zum Exoten. Der Weg zurück von der Westspitze zum Boot an der Ostseite ist lang, führt aber an einer der schönsten Steilwände hier im roten Meer entlang. Es fällt auf, dass an der Westseite – bei den Wracks – die Hartkorallen dominieren, auf der Ostseite dagegen die Weichkorallen. Huby erklärt es damit, dass die schnell wachsenden Weichkorallen hier mehr Sonne abbekommen als die Westspitze. Dort also die langsam wachsenden Hartkorallen. Die Sonne sinkt, die Nadel am Finimeter womöglich noch schneller. Es ist zeit, das Taxi zu rufen. Also Boje setzen und auf das Zodiak warten. Bis wir an Bord der Soul sind ist die Sonne fast schon am Horizont angekommen. Das mutiert schon fast zu einem im Marine Park verbotenen Nachttauchgang.
Heute, am Heiligen Abend hat der Koch etwas Besonderes zubereitet, zwei Truthähne mit den wie üblich leckeren Beilagen. Wenn ich weiterhin in meinen Neopren passen will, muss ich mich mit einem Teller begnügen und auch den Nachtisch weglassen, der sehr süß und kalorienreich aussieht.
Donnerstag, 25. Dezember 2008 Erster Weihnachtstag
Kein Tauchgang heute, denn mein rechtes Ohr hat schon beim Numidia Tauchgang leicht protestiert, und ich habe die Tour ja noch vor mir. Wieder einmal zu spät und zu heftig den Druckausgleich gemacht. Da ist es besser, einen Tag auszusetzen und dem Ohr etwas Ruhe zu gönnen. Die Wracks am Big Brother fehlten mir noch, weil bei den vorherigen Versuchen immer etwas dazwischen gekommen ist. Jetzt war es perfekt, keine Strömung und gute Sicht.
Wenn so die Taucher von Bord sind hat die Mannschaft das Sagen und flitzt durchs Schiff, um alles wieder auf Vordermann zu bringen und die Musik wird definitiv ägyptisch. Heute ist die Welle heftiger und auch unsere große Soul schaukelt deutlich, was nicht jedem so bekommt. Bei früheren Safaris war das schon ein Grund zum Little Brother zu verlegen. Mal sehen, wie lange wir hier bleiben.
Freitag, 26. Dezember 2008
TG 520, Little Brother Süd
Nach dem Ohr - Ruhetag gestern versuche ich es heute am Little Brother noch einmal. Es geht vom Boot direkt runter auf das Südplateau und dort wird eine Gorgonie nach Langnasenbüschelbarschen abgesucht. Keiner zu sehen, also langsam wieder nach oben, dabei noch im Blauwasser nach Haien Ausschau halten. Die Kamera bestreikt mich heute. Irgendwie war der Blitz die ganze Zeit eingeschaltet, und nun sind die Akkus leer. Ich muss also alles auf den internen Blitz umbauen. Zwischendurch immer mal den Blick ins Blauwasser, und da sehe ich eine Weißspitze unter uns vorbei ziehen! Es gibt sie also doch noch die Haie im Roten Meer. Die Wand ist wunderbar mit Weichkorallen bewachsen, zwischendrin schwarze Korallen eingestreut und vereinzelte Schwämme. Der Bewuchs ist noch schöner als am Big Brother. Auf dem Rückweg sehe ich eine Muräne in ihrer Höhle verschwinden und leuchte ihr hinterher. Auf dem Foto ist alles dunkel, der Blitz löst nicht aus. Ich kann froh sein, dass es eine Muräne ist, die ich ablichten will; die läuft mir hier nicht weg. Ich hangele mich durch die Kamera Menüs bis ich den Blitzmodus erreiche und muss feststellen, dass der Blitz ausgeschaltet ist. Also Blitz ein und die Muräne erlegen. Fertig. Zurück unter den Festmacherleinen der Soul großes Gerdränge, Blitzlichtgewitter und mittendrin der Riff Napoleon; majestätisch dreht er seine Runden, zeigt sich von allen besten Seiten und wartet wohl auf seine Belohnung.
TG 521, Little Brother, Süd
Nachdem die Masse mit den Zodiaks zum Shark Point aufgebrochen ist, bleiben Ingrid und ich im Süden und halten hier Ausschau. Zuerst sind die Barrakudas im Blauwasser, dann kommt ein kleiner Grauer Riffhai, wieder Barrakudas. Nun eine Weile nur Landschaft und auf dem Rückweg dann noch zweimal Riffhaie fast bis auf Fotodistanz heran. In der Ferne immer wieder Barrakudas, und an der Oberfläche solche mit spitzer Schnauze; vielleicht Hornhechte? An gewohnter Stelle der Napoleon mit mir als einzigem Bewunderer. Es sieht so aus, als brächten wir den Brothers Aufenthalt diesmal ohne jede Un- und Zwischenfälle hinter uns.
Samstag, 27. Dezember 2008
Nachmittags um 16.30 Uhr verabschieden wir uns von den Brothers. Nach einer sehr ruhigen Überfahrt sind wir morgens um halb drei – wenn meine Beobachtungen korrekt sind - am Deadalus angekommen. Laut GPS beträgt die Entfernung 182km; damit kommen wir auf eine Marschfahrt von 20km/h. Das Schiff liegt hier im Süden des Riffs so ruhig wie im Hafen. Die Nachtruhe wurde nur durch das Anlegemanöver unterbrochen und durch Hubies Klopfen und Rufen um 6.30 Uhr brutalst beendet.
TG 522, Deadalus Nord
Das Zodiak setzt uns auf der Nordspitze ab und wir stechen ins Blaue auf der Suche nach Hammerhaien. Es geht tiefer und tiefer, das Hellblau wird dunkelblau und unter uns schwarz, um mich nur Taucher und Luftblasen, aber keine Hammerhaie! Noch weiter hinaus, den Rückkehrkurs auf dem Kompass markiert, und weiter. Aber immer noch keine Hammer- oder andere Haie. Auch die Taucher werden weniger, bis nur noch Rüdiger und ich übrig geblieben sind. Zeit für die Umkehr. Kompasskurs SE, strampeln und höher orientieren bis sich die Wand aus dem diffusen Blau heraus schält. Jetzt Riff rechte Schulter und die Hartkorallen Landschaft genießen. Die sind wirklich beeindruckend hier draußen, wo sie über Jahrzehnte unbehelligt von der Korallenbleiche wachsen konnten. Die kleinen Fische lieben das Riff und die Barrakudas lieben die kleinen Fische, und so trifft sich hier alles. Die Taucher mittendrin; nur die Haie glänzen durch Abwesenheit.
TG 523, Deadalus Süd Das Plateau liegt unter uns und Hubies Briefing ist so bildhaft und beeindruckend, dass man auf den Tauchgang eigentlich verzichten könnte, er kann nur schlechter werden! Aber wir sind ja zum Tauchen hier, also wird getaucht. Das Plateau beginnt bei etwa 25m und fällt dann langsam auf 40m, bewachsen hauptsächlich mit Weichkorallen, ein paar Anemonen eingestreut. Beim Fotografieren einer Anemone mit ihren Nemos habe ich Meinungsverschiedenheiten mit meiner Kamera, sie will nicht mehr fokussieren. Eine nähere Inspektion zeigt einen klemmenden Auslöser, der mit dem Messer wieder in die Ausgangsposition gebracht werden kann. Aber auf Dauer keine Methode; also Kamera einpacken und die 40m Zone verlassen, da sich schon Deko angesammelt hat. Hinterher erzählt mir Buddy Rüdiger, dass bei meinem Kampf mit der Kamera hinter uns ein Fuchshai seine Kreise gezogen hat. Ich sollte das Fotografieren aufgeben und mich dem Tauchen widmen.
TG 524, wieder Deadalus Süd Es ist windstill, sonnig und relativ warm, also sollte das doch ein schöner Tauchgang werden. Aber schon beim Anrödeln schieben sich Wolken vor die Sonne und es wird dunkel. Sonst war es vormittags wolkig und abends wurde es klarer; nun ja, wir sind im Süden, da ist alles anders. Der Tauchgang zur Westseite des Südplateaus wird dann dementsprechend schattig, fängt aber viel versprechend an: Napoleon und Barrakudas an der Sichtgrenze. Der Napoleon bleibt auf Distanz und lockt uns immer weiter. Zwischen den Korallenblöcken tummelt sich einiges an mittleren Korallen Fischen, denn die kleinen fühlen sich hier unten auf 30m nicht so wohl. Uns Neoprenfischen geht es ähnlich, und so streben wir langsam dem Licht entgegen. Der viel versprechende Anfang hat stark nachgelassen. Außer Barrakuda Putzstation ist nicht viel Aufregendes zu sehen und es wird zunehmend frischer. Also, Tauchgang geregelt zu Ende bringen.
Sonntag, 28. Dezember 200
TG 525, Deadalus Nord Genau genommen werden wir an einer kleinen Lagune unterhalb der Nordspitze auf der Westseite ins Meer entlassen, tauchen ab und halten verzweifelt Ausschau nach Hammerhaien oder ähnlichem Großgetier. Aber alles, was sich ins Sichtfeld der Maske drängt sind Taucher, Taucher und nochmals Taucher. Das ändert sich auch in der Tiefe nicht, und weiter oben wird die Aussicht auf Haie auch nicht besser. Bei diesem Tauchgang habe ich bewusst nicht auf das Riff geschaut sondern nur ins Blauwasser; aber einen Hai habe ich nicht gesehen. Eigentlich habe ich deswegen gar keinen Fisch gesehen. Der Beschluss steht fest, ich gehe nicht mehr auf Haisuche, sollen die gefälligst zu mir kommen. Auf diesem Tauchgang hatte der Fotoapparat zum ersten Mal nur Bereitschaftsdienst und ist nicht zum Einsatz gekommen.
Ein Teil unserer Gruppe hat natürlich einen Hai gesehen, einen Fuchshai, der sich die Taucher aus der Nähe anschauen wollte. Das Auffischen lassen vom Zodiak ist immer wieder ein lustiges Schauspiel; zu sehen, wie viele Arten ein Schlauchboot zu besteigen es gibt. Für die Ausrüstung allerdings ist es eine Tortour. Gestern erst hat es meinen Westenautomaten zerlegt, zum Glück haben sich alle Teile eingefunden und er ist wieder einsatzfähig. So habe ich eine gewisse Abneigung gegen diese Art der Tauchgänge entwickelt.
TG 526, Deadalus, Süd Wie beschlossen, keine Haijagd mehr! Also Tauchgang vom Boot. Dabei den Auftrag übernommen, ein Seil am zu bergenden Anker befestigen, nachdem der gestrige Bergungsversuch misslungen war. Wir sind also auf der Suche nach dem Anker mit dem gerissenen Seil; ich bin wohl zu weit draußen und sehe es nicht. Dafür kommt der hier ansässige Fuchshai über die Kante, sieht uns auf sich zukommen und dreht wieder um. Ich stoppe und hoffe, dass er wieder kommt, aber er kennt sich mit Taucher und Blitzlichtgewitter aus und ist überhaupt nicht neugierig. Wir gehen also wieder zur Steilkante und nutzen den Schub der leichten Strömung, die uns zur „Wasserfallkoralle“ bringt. Der Rückweg, gegen die leichte Strömung erweist sich erwartungsgemäß als etwas anstrengender, zumal ich noch die Leine mit Boje als Strömungsanker mitschleife. Einige Barrakudas schauen sich unsere Bemühungen interessiert an, sind aber immer auf Distanz bedacht. Kaum um die Westecke herum, und auf dem Plateau unter uns winkt auch schon das abgerissene Ende der Bergungsleine. Endlich kann ich mein Anhängsel loswerden und an das Ende anknüpfen; ich versuche noch, Luft in die Flaschen-Boje zu blasen, aber das ist brotlose Kunst und kostet mich wertvolle Luft für den Rückweg. Da vorne ist schon das erste Boot, dahinter unseres; Mission erfüllt. Kaum an Bord zurück berichtet Huby schon von der erfolgreichen Anker Bergung.
Montag, 29. Dezember 2008 Die Überfahrt nach Rocky Island verlief ruhig und hauptsächlich nachts. Nach neun ein halb Stunden, um halb zwei in der Früh hatten wir unser Ziel erreicht. Die Änderung im Motorenklang reicht dann doch aus, mich aufzuwecken.
Der Early Morning Dive findet für Rüdiger und mich nicht statt. Zuerst zeigt sich ein Riss in Rüdigers Inflator, der die Luft entweichen lässt. Auf die Schnelle ist da nichts zu machen. So wird ein Ersatzjacket montiert. Ein Blick über Bord zeigt, dass am Boot einiges an Strömung herrscht und dann noch in die falsche Richtung. Unten kann es dann wieder anders aussehen, aber darauf möchte ich mich nicht einlassen. So beschließe ich, dass das ungünstige Bedingungen für den Tauchgang sind und entscheide mich, das Neopren auszuziehen.
TG 227, Rocky Island
Das Zodiak setzt uns auf der Westseite ab und wir suchen erst einmal das Riff, behalten es dann auf der linken Seite. Eigentlich sollte uns die Strömung von heute früh Richtung Boot schieben. Aber da ist nicht viel Schub übrig geblieben, wir müssen also unser Fortkommen selbst in die Flossen nehmen. Zuerst liegt die Steilwand im Schatten und die Hartkorallen dominieren die Szene. Dann, mit zunehmender Sonneneinstrahlung übernehmen die Weichkorallen. Der Fischreichtum ist ungleich verteilt, die Großen fehlen. Zu Anfang habe ich mehr auf die Strömung gebaut und leicht getrödelt, das rächt sich dann im sonnigen Teil, wo ich mehr Gas geben muss, um mit der abnehmenden Luft und dem zunehmendem Blasendruck zurecht zu kommen.
TG 228, Zabargad, russisches Wrack Lange, holprige Anreise mit dem Zodiak. Maximal fünf in einem Schlauchboot, Gerödel zwischen den Knien, Kamera in der rechten Hand und die linke an der Halteleine. Die Wellen so, dass der Bootsführer schon aufpassen muss, dass sie nicht einsteigen. Huby hat zuvor die Lage schon erkundet und am Mast eine Boje befestigt, um uns und den Bootsführern die Situation zu erleichtern. Die Sicht ist ausgezeichnet, man kann das gesamte Wrack überschauen. Einmal umrunden, um die Übersicht abzurunden. Dann kommen die Details, die Winschen, die Ankerketten, die Reling und die Lufthutzen. Zum Wrack wird es durch den Bewuchs, der überall das neue Territorium zu besetzen sucht; stellenweise recht erfolgreich, aber da das Wrack in den Fünfzigern gesunken ist, dominiert das rostige Metall. Auch die Fische haben sich noch nicht so zahlreich eingefunden. Das Heck ist noch relativ intakt, lediglich der Unterwasserbereich ist zerborsten; es wird von Sprengung geredet. Einige Bullaugen und Fenster sind intakt, sonst aber ist alles Wertvolle irgendwie verschwunden. Kein Wunder, liegt es doch auf ca. 25m. Das Mittelschiff ist völlig zerstört, alles Kraut und Rüben. Das Vorschiff ist nach der Kollision mit dem Riff leicht aus der Achse verschoben und nach Backbord gedreht. Für den Fotografen gibt es durchaus reizvolle Ein-, Aus-, und Anblicke. Zum Schluss gibt es auf der Sicherheitsstufe einiges Gewusel, das sich dann beim Zubordquälen fortsetzt. Auf der Rückfahrt im Zodiak ist es noch mal spannend zu beobachten, ob jetzt das Boot oder die achterliche Welle schneller ist und einsteigt. Am Ende wird aus unserem Schlauchboot doch kein U-Boot.
Dienstag, 30. Dezember 2008
TG 529, Zabargad Süd Der Frühtauchgang vom Boot aus führt direkt in eine herrliche Korallenlandschaft. Die Sonne ist gerade so hoch, dass bis 30m alles schön beleuchtet ist. Das hier ist für mich die typische Korallenlandschaft im südlichen Roten Meer (bezogen auf Ägypten, sonst wäre es schon fast nördlicher Sudan). Große Hartkorallenblöcke bilden die Basis, darauf siedeln sich dann die Weichkorallen an und alles ist belebt von vbF (viele bunte Fische). Rüdiger und ich sind fast die ersten von Bord und haben so die ganze Landschaft ohne Taucher vor uns; so kann man die Fische beinahe noch überraschen. An der Grenze zum Blauwasser zieht ein junger Napoleon vorbei, voraus kommt mir eine Schildkröte auf der Suche nach Weichkorallen entgegen. Ich versuche einige Landschaftsimpressionen einzufangen, mal sehen was daraus wird. Dann stöbern wir eine Versammlung von Blaupunktrochen auf, die auf Fremde nicht gut zu sprechen sind und immer wieder fliehen, eine Runde drehen und zum Versammlungsort zurückkehren. Später, am Umkehrpunkt, schon auf 8m, sehe ich unter mir einen arabischen Kaiserfisch. Hin und her überlegt; soll ich da noch einmal runter oder den Tauchregeln folgen? Der Fotograf hat gesiegt. Ich bin halt runter und habe ihn eingefangen! Bei diesem Tauchgang hat dann zum ersten Mal die Batterie dem Fotografieren ein Ende gesetzt. Nicht so schlimm, denn es wird schon empfindlich kühl.
TG 530 Zabargad West Besuch in einem traumhaft schönen Korallengarten. Wie durch ein Labyrinth führen die Gänge immer in neue Wege, umsäumt von Hartkorallen aller Arten und Formationen. Die Blöcke sind so mächtig, dass man sie noch gut im Blick haben und ihre Formen- und Artenvielfalt bewundern kann. So wird offenbar, wie sich neue Arten einfach auf alte Korallenformationen draufsetzen und die Herrschaft übernehmen, und dass jede Art ihre ganz bestimmte Form annimmt. Auf der Nordseite eines Blockes scheint alles kahl und ohne neuen Bewuchs. Abgestorbene Teile liegen auf dem Boden und werden kaum besiedelt. Wo aber die Sonne hin scheint, beginnt neues Leben. Auffallend ist die Abwesenheit von Fischen; hat das mit dem Fehlen von Weichkorallen zu tun? Nun, das Meer ist voller Rätsel. Anhand des Sonnenstandes und mithilfe des Kompasses ist es gelungen, unbeschadet wieder aus dem Gewirr von Gängen heraus zu kommen.
TG 531 Gota Kebir, St. John
Eine relativ kurze Fahrt Richtung West hat uns zu diesem neuen Tauchplatz gebracht. Vom Boot aus geht es direkt runter an die Riffkante. Tiefer bringt nichts, da es dunkel ist und man die Haie erst sieht wenn sie einen überfahren.
Also geht es langsam wieder aufwärts durch eine Wiese von Weichkorallen. Um diese Übergangszeit bei Sonnenuntergang ist am Riff viel los; die einen kommen von der Arbeit, die anderen machen sich auf. Es ist ein ständiges hin und her. Auch die fotografierenden Taucher sind auf Jagd. Aber in diesem Gewusel ist es nahezu unmöglich, einen einzelnen Fisch vor die Linse zu bekommen. So kommt es gewissermaßen zu Schüssen mit dem Schrotgewehr nach dem Motto immer nur draufhalten. Das geht meinem Foto aber zu weit und er stellt sich tot; hat sich aufgehängt. Das macht den restlichen Tauchgang wesentlich entspannter. Der von Huby angekündigte junge Napoleon stellt sich ein, ignoriert uns aber völlig, steckt sein Maul statt dessen in eine Spalte, eine Staubwolke wirbelt auf, er legt den Rückwärtsgang ein und fährt sein Rüssel- Maul wieder ein. Guten Appetit. Es wird dunkler und das Leben am oberen Teil der Riffkante wird ruhiger. Uns wird es kalt, und so beenden wir diesen Tauchgang. Kaum sind alle an Bord geht es schon weiter zu Nachtlager, einige Kilometer weiter Richtung Land. Dort ist es ruhiger und es besteht die Möglichkeit zu einem Nachttauchgang, der mit Sicherheit ohne mich stattfindet.
Mittwoch, 31. Dezember 2008
TG 532 Habili Soraya/Jaffa
Mit dem ersten Hahnenschrei verlegt die Soul nach Norden an eine Nadel, die aus der unergründlichen Tiefe heraus sticht und etwa 6m unter der Oberfläche aufhört. Der Tauchplatz ist nur bei Windstille anzufahren, sonst ist die Welle zu groß. Zwei andere Schiffe liegen schon vor Ort und wir hängen uns noch hinten dran. Wir werden vom Zodiak abgesetzt und gehen gleich Richtung Nordseite gegen die leichte Strömung und auf Tiefe. Wenn Haie dann hier unten und bevor die Masse der Taucher einfällt. Die Taktik geht auf, aus dem diffusen Blau materialisiert ein Grauer Riffhai. Neugierig ist er leider nicht, er kennt sich offensichtlich mit Tauchern aus und dreht auch gleich wieder ab. Wir gehen langsam wieder nach oben und lassen uns von der Strömung langsam die Steilwand entlang treiben. Die Landschaft mit den Weichkorallen und vbF’s ist schon so zur Gewohnheit geworden, dass der Foto kaum noch etwas zu tun hat. Immer wieder schweift der Blick ins Blauwasser, aber alles was zu sehen ist sind Taucher, Taucher und wieder Taucher. Mittlerweile geht es hier so zu wie in der Fußgängerzone vor Weihnachten. Es gibt keinen Platz an dem man ungestört abhängen kann. Zusätzlich herrscht an der Oberfläche mit den Booten hektische Aktivität, bis dann alle Seile eingeholt sind und man nicht mehr weiß, wo das eigene Boot ist. Ich entschließe mich dann doch zum Boje setzen und halte mich an einem toten Teil Koralle fest, um nicht abgetrieben zu werden. Sofort ist ein Guide vom anderen Boot da und versucht mich zu belehren; mit nichts anfassen usw. Ich kann ihn erfolgreich ignorieren. Wenn ich die Hand frei gehabt hätte, würde er den Mittelfinger sehen; zu seinem Glück halte ich mich aber fest. Nach einiger Zeit komm dann auch ein Zodiak, leider vom falschen Stern, und wir warten noch etwas bis wir von unserem Boot aufgefischt werden. Inzwischen hat der Wind etwas aufgefrischt und der Wechsel vom Schlauchboot zur Soul ist etwas artistisch angehaucht. Das Jacket hat etwas gelitten im Schlauchboot und wird arg herumgezerrt. Dabei hat sich die untere Halterung der Blase gelöst. Das muss vor dem nächsten Tauchgang in Ordnung gebracht werden.
TG 533 Gota Soraya
Dieser Tauchplatz ist eine dickere Nadel, damit schon ein Riff, wenn auch ein kleines. Das Tauchen gestaltet sich in etwa so wie vorher, nur habe ich den Fuchshai verpasst, den Rüdiger unter uns gesehen hat. Ich hab wohl ins Blauwasser geschaut. Wir tauchen langsam in Richtung Nordspitze, unter uns die riesigen Korallenfächer, die Gorgonien, auf unserer Höhe jede Menge schwarze Korallen (aus meiner Sicht ohne Langnasenbüschelbarsche). Im Norden angekommen ist es doch recht „zugig“ um die Spitze herum. Weiter unten, den sehr kleinen Blasen nach zu urteilen sehr weit unten, scheinen Taucher die Spitze zu umrunden. Wir drehen lieber um, machen uns auf den Rückweg zum Boot und untersuchen dabei die zahlreichen Spalten und Grotten. Die frei stehende Felsnadel signalisiert, dass es nicht mehr weit ist zum Boot. Das war also wieder ein Steilwand Tauchgang, wie wir sie auf dieser Tour immer wieder gehabt haben. Auf der Südseite, im Strömungsschatten wachsten die größten Hartkorallen; richtig große Teile.
TG 534 Eden Reef
Wahrlich, das ist es! Mein südägyptisches Riff: Bizarre Korallenskulpturen wachsen aus dem Sandboden, ganz kleine und ganz große. Dann die Korallenblöcke groß und aus dem Vollen gearbeitet mit Durchbrüchen für kleine und große Fische und auch solche für Taucher. Es ist akrobatisches Tauchen angesagt. Man müsste mit der digitalen Knipse nur schneller arbeiten können, da kann man Fische überraschen. So haben sie sich schon zerstreut bevor man zum Zuge kommt. Dieser dritte Tauchgang des Tages ist dann aber schon arg kalt und Durchhalten ist angesagt. Der Tauchplatz ist aber viel zu schön, um jetzt schon abzubrechen. Und dann ist da dieser arabische Kaiserfisch. Der narrt mich. Immer wenn ich ihn im Sucher habe, dreht er mir den Schwanz zu; wenn ich dann denke „jetzt habe ich ihn, nun kann er nicht mehr weg“ dann findet er doch noch ein Schlupfloch. Aber wir begegnen uns dann doch immer wieder und so kommt es letztendlich noch zu einigen Schüssen. In den kleinen Höhlen und Unterschlüpfen machen sich die Nachtaktiven schon bereit, doch davon später.
TG 535 Eden Reef
Mitternächtlicher Tauchgang um das alte Jahr zu verabschieden und das Neue zu begrüßen. Wir versammeln uns auf einer Sandfläche, schalten die Lampen aus und starten ein Feuerwerk, indem wir mit wedelnden Armen das Meer zu Leuchten bringen, Nachdem wir uns alle die Hände geschüttelt und uns ein frohes neues Jahr gewünscht haben, geht es noch ein wenig auf Nachttauchgang. Meine geringe Begeisterung für derartige Unternehmungen bestätigt sich aufs Neue. Wenig sicht, aufgescheuchte Fische Haarsterne, die im Scheinwerferlicht ihre Arme wieder einrollen. Meine Lampe macht tolles Licht, aber die 70% Einstellung ist noch viel zu hell. Die 30%, auf die am Ende der Leuchtzeit herunter geregelt wird müssten weitaus besser sein. Zurück an Bord wird das neue Jahr mit einem Kuchen und lauter ägyptischer Musik begrüßt.
Donnerstag, 1. Januar 2009
TG 536 immer noch Eden Reef aber ein neues Jahr. Der Frühtauchgang führt uns in den nördlichen Teil des Riffs, der rauer und zerklüfteter wirkt. Zum Ausgleich kommt ein einzelner Delfin vorbei, begutachtet uns einige Male zieht dann aber weiter; es sind ja noch mehr Taucher zu beglücken. Napoleons in allen Größen begegnen uns auf diesem Tauchgang. Beim Ausstieg ist das Boot in einen Schwarm kleiner Fische eingehüllt. Überall blitzt und glitzert es. Ein schöner Tauchgang, allerdings vermissen wir die Sonne, die sich heute hinter einer dichten Wolkendecke versteckt hat.
TG 537 Cave Reef
Nun ist sie doch noch durchgebrochen, die Sonne. Das macht die Korallenlandschaft viel lieblicher. Das Riff hier setzt sich aus einzelnen Blöcken zusammen, die einen Korallengarten einschließen. Der Höhepunkt jedoch ist das kleine Höhlensystem auf der Südwest Ecke, dessen Eingang ich natürlich verpasst habe, weil ich viel zu weit getaucht bin. Als ich endlich den Eingang gefunden habe, müssen wir uns hinten anstellen und Schlange tauchen. Da gehe ich doch lieber in den „verbotenen“ Gang (Sackgasse und eng) und warte, bis es wieder ruhiger geworden ist. Nach der Höhle geht es in den Korallengarten mit seiner typischen Labyrinth Form. Der Vorteil hier ist, dass ich als Taucher einfach über die Wände hinwegschweben kann. Das scheint der Rückzugsraum für die Fische zu sein; hier ist es ruhig und die Räuber sind außen am Riff. Wir sind in Eile, da das Management beschlossen hat, die Tour nicht in Marsa Alam sondern in Hurghada enden zu lassen. Das bedeutet zwei Tage Marsch gegen Wind und Welle. Dableibt uns leider kaum Zeit für diese herrlichen Riffe, auf die ich mich so gefreut hatte. So haben wir ein Zeitlimit von 50 min. Dabei könnte man hier locker zwei Tauchgänge durchführen ohne Langeweile aufkommen zulassen.
Nach langer Fahrt sind wir nun nördlich von Berenice und haben die Fury Schoals erreicht. Dadurch ist der nachmittags Tauchgang ausgefallen. Unser Übernachtungsplatz ist Sataya, Süd-Ost Seite. Hier ist es ruhig und es kann wieder ein Nachttauchgang durchgeführt werden. Meine Meinung zu den Nachttauchgängen hat sich in den wenigen Stunden nicht geändert.
Freitag, 2. Januar 2008
TG 538 Gota Sataya Soraya
Die Nordseite ist ein phantastisches „Korall-O-Rama“, wirklich zum hineinknien wenn, ja wenn die Strömung nicht wäre und uns unser Bootsführer nicht zu früh abgesetzt hätte. So bin ich schon erschöpft und der Luftvorrat deutlich reduziert als es eigentlich erst losgeht. Diese riesigen Korallenblöcke sind immer wieder überwältigend, sie prägen das Landschaftsbild soweit das Auge reicht; und das reicht heute sehr weit. Als Taucher kann man sich aussuchen, ob man einem Wanderer gleich am Boden entlang zieht und jedem einzelnen Auf- und Abstieg folgt oder ob man es vorzieht, einem Ballonfahrer gleich, über der Landschaft zu schweben. Phantastische Aussicht, aber heute braucht der Ballon einen kräftigen Motor, denn es herrscht Gegenströmung, und jeder Strömungsschatten ist willkommen, um den Puls wieder abklingen zu lassen. Das hat Auswirkung auf den Luftvorrat. Undenkbar, zum Boot zu gelangen, also im Freiwasser auftauchen und hoffen, dass man vom Zodiak aufgenommen wird. An Bord hat man wohl nicht damit gerechnet, dass die Taucher so früh auftauchen, denn es dauert recht lange, bis wir aufgefischt werden.
TG 539 Gota Siyul
Nachdem wir in Hamata getankt haben machen wir uns auf einen kurzen Trip nordwärts und springen in einen Korallengarten wie er schöner nicht sein kann unten die kleinen skurilen Korallen Skulpturen in ihren unzähligen Formen und oben die massiven Korallenberge. Hier gilt es den Rotmeer Palettenstachler zu finden, ein kleines flinkes Kerlchen, das in einer bestimmten Korallenart wohnt. Besser gesagt: sich versteckt. Auch nach fünf Minuten bleibt er stur in der Koralle hocken und lugt nicht einmal vorsichtig heraus. Da bin ich es denn der aufgibt. Zu Beginn des Tauchgangs ist ein Napoleon vorbeigezogen; bei jedem Tauchgang sieht man mindestens einen von denen.
Im Laufe des Tages ist die Sonne herausgekommen und hat uns etwas gewärmt, jetzt ist sie allerdings am untergehen und es wird wieder kühl an Deck. In Hamata hat unser Käpten das Schiff verlassen um sich in ärztliche Behandlung zu begeben, da unsere vielfältigen Medikationen seinen Husten nicht heilen konnten. Wir haben einen neuen Käpten und auch eine neue Marschorder: Zielhafen ist nun Marsa Alam. Das bedeutet, dass wir nun doch noch gelegentlich zum Tauchen kommen und nicht nur Nachttauchgänge am Ankerplatz auf dem Programm stehen.
Samstag, 3. Januar 2009
TG 540 Shelanyat Wadi Gamal
Früh um vier Uhr haben wir bereits unseren Übernachtungsplatz verlassen und sind zu neuen Abenteuern Aufgebrochen. Wir sind schon relativ weit nördlich, und hier scheinen weniger Wolken zu sein. Dementsprechend liegt unser Korallengarten im strahlenden Sonnenschein. Das Zodiak hat uns im Norden abgesetzt und wir können uns nun mit der leichten Strömung durch diese zauberhafte Korallenlandschaft treiben lassen. Hier dominieren die kleinen Blöcke auf dem Sandgrund, und bieten den zahlreichen kleinen Fischen ein sicheres Zuhause. Hier versuche ich, die Kleinen zu fotografieren, aber die sind sehr kamerascheu und zudem auch flink. Schon nach zwei Dritteln des Tauchgangs hat sich meine Kamera mit der Meldung „Low Battery“ abgemeldet, sodass ich mich ganz dem überwältigenden Eindruck dieser Landschaft hingeben kann. Stunden kann man hier verbringen und nimmt doch nur einen Teil des Ganzen wahr.
Wir sind in Eile und fahren schon während des Frühstücks dem nächsten Ziel entgegen; Guide Huby gibt sich alle Mühe die schönsten Riffe für uns herauszusuchen. Das Frühstück zeigt uns auch, dass die Tour langsam dem Ende entgegen geht: Die Auswahl an Leckereien wird geringer und wir bekommen nun das vorgesetzt, was wir am Anfang verschmäht haben.
TG 541 Gota Radir
Wieder ein Korallengarten mit großen Sandflächen und Sandaalen, die laut Briefing dort gar nicht sein dürften. Sie fühlen sich dort offensichtlich wohl und, wie für ihre Art üblich, verstecken sie sich vor den Tauchern. Ich konzentriere mich auf die Sandfläche und jage dort nach den kleinen Fischen. Keine Strömung, keine Taucher, ideale Situation. Geduld ist angesagt und Anpirschen und Täuschen. So tun, als ob man einen anderen Fisch fotografiert und dann hinüberschwenken; funktioniert so gut wie nie. Auf der Lauer liegen geht schon besser kostet aber bis zu zehn Minuten pro Aufnahme. Da das ganze im sonnigen 15m Bereich abläuft ist die Luft auch kein Problem. Nur diese Botschaft auf dem Bildschirm irritiert, die Batterie kann doch nicht schon wieder leer sein. Sie ist es auch nicht. Stattdessen ist die Speicherkarte voll! Ende der Fotojagd, entspanntes Tauchen. Oberhalb der Sandfläche mit den kleinen Korallenblöcken eingestreut beginnt der Bereich der Bergkorallen, die bis in den 4m Bereich emporwachsen und Schutz bieten für die mittelgroßen Fische. An den Korallen sind die Bissspuren der Papageienfische deutlich zu sehen. Als ob jemand den Korallen mit einem Meißel zugesetzt hätte. Das Zeitlimit und die Kälte setzen diesem schönen und entspannten Tauchgang dann doch ein Ende.
Nach einigen Stunden Fahrt sind wir an Marsa Alam vorbei gefahren und haben in Abu Dabab Naba für die Nacht festgemacht. Hier sind sowohl ein Dämmerungs- und ein Nachttauchgang möglich, ich habe mich gegen beides entschieden, denn Morgen sind noch zwei Elphinstone Tauchgänge angesagt, auf die ich mich schon seelisch eingestellt habe.
Sonntag, 4. Januar 2009
TG 542 Elphinstone Süd
Ein Wunder, wir sind die einzigen am Riff, erst später kommt ein weiteres Boot dazu. Der Plan: Vom Boot aus auf das Südplateau, dann an der Westseite runter und den Torbogen durchtauchen dabei die Korallen fotografieren und dann zügig nach oben. Strömung haben wir so gut wie keine und oben sind wieder die bunten Fische. Die mittleren haben sich unter Überhängen versteckt und die großen glänzen durch Abwesenheit. Das Plateau ist doch schon sehr abgetaucht. Die großen Tischkorallen sind umgeworfen worden; kein Wunder bei den Horden von Tauchern die hier im Sommer einfallen.
TG 543 Elphinstone West
Vom Zodiak an der Nordspitze absetzen lassen und dann auf das Plateau; dort ist es aber zu zugig, also über die Riffkante nach unten in ruhigeres Wasser. Das sieht nach einem gemütlichen Drift Tauchgang aus. Diese Westseite ist die schöner bewachsene Seite, bespickt mit Einschnitten und kleinen Grotten, in denen die Fische sich ausruhen. Die Strömung treibt uns gemächlich an der Wand entlang, wir müssen nur die Höhe bestimmen und aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig ins Gehege kommen. In den Blasen eines anderen Tauchers zu schwimmen ist nicht so lustig. Aufs Foto kommen hauptsächlich Korallenformationen. Beim Ausstieg, die Kamera schon verpackt, steht da noch ein Rotfeuerfisch am Riff. Also Foto wieder in Betrieb setzen und den Kerl ablichten – sonst hätte ich keinen Rotfeuerfisch auf dieser Tour fotografiert – Kamera wieder einpacken und zurück zum Boot. Den Napoleon ignoriere ich geflissentlich, ich muss unbedingt den Druck auf der Blase entlasten.
Montag, der 05.01.2009
Der Condor hat mich wieder unter seine Schwingen genommen und ich bin auf dem Weg nach …. Sharm el Sheik. Nicht das ich den Urlaub verlängern will sondern die Unstände haben uns hier her verschlagen. Wie wir uns im Flieger für den Heimflug eingerichtet haben, eröffnet uns der Kapitän, dass ein Ventil für die Motorenteisung nicht ordnungsgemäß funktioniert und ein Mechaniker für diese Arbeit in Sharm el Sheik zur Verfügung steht. Auf die Enteisung möchte er nicht verzichten, da in München Schnee und niedrige Temperaturen gemeldet sind. Er rechne mit einer Verzögerung von eineinhalb Stunden. Soweit die Theorie. Am Ende waren wir statt der geplanten 17.45 um 21.48 in München.
Das war dann ein langer Tag der um 6.00 Uhr mit dem Wecken begonnen hatte. Dann wurden Gepäck und Passagiere in Kleinbusse verladen und es ging los Richtung Hurghada. Es wurde eine richtige Nostalgietour, vorbei an den Plätzen an denen ich vor vielen Jahren anfing, das Rote Meer zu erobern. Alte Erinnerungen wurden wach. Wie oft bin ich diese Strecke mit Minibus oder Taxi gefahren, bevor der Flughafen Marsa Alam in Bertrieb genommen wurde. Mit einem Zwischenstop in el Quisier erreichen wir den Flughafen kurz nach eins und sitzen nahezu pünktlich in unserem Flieger.
Einige Anmerkungen zur Abrundung: Beim Übertragen der Bilder von der Kamera auf den Rechner sind 95 Aufnahmen im elektronischen Nirwana gelandet, und so existieren keine Aufnahmen vom Big Brother und den Wracks. Aber ich habe sie gesehen, Ehrenwort!
Die Reise wurde als die weihnachtliche Explorer Tour von Mertens Tauchreisen geplant und von Seawolf Diving durchgeführt. Dass einige der Gäste dort direkt gebucht und versucht haben, den Verlauf der Tour umzugestalten hat zu nicht unerheblichen Irritationen geführt und ich hoffe, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt.
Der Erfolg einer Schiffsreise wird im Wesentlichen von der Besatzung bestimmt, und da hatten wir wirklich Glück. Angefangen vom kompetenten Kapitän über die zweitwichtigste Person an Bord, den Koch. Er hat es immer geschafft, drei schmackhafte Mahlzeiten am Tag zu servieren. Die sehr wichtige Luftversorgung, auch mit Nitrox, hat bestens geklappt. Es war immer für reichlich Luftvorrat gesorgt. Der Tauchablauf mit den Zodiaks hat auch unter etwas erschwerten Bedingungen gut funktioniert. Das war nicht zu letzt unserem Guide Huby zu verdanken, der nicht nur kompetent Regie geführt hat, sondern auch für das Bühnenbild, die Tauchplatzkarten, zuständig war. Alle hier gezeigten Skizzen sind von ihm, vielen Dank noch einmal dafür. Die Tauchgänge selbst wurden dann im Buddy-Team unter Eigenverantwortung und ohne Überwachung durchgeführt. So war jeder selbst für seine Großfisch-Sichtungen verantwortlich.
© Karl-Michael Schlicke 2009


(5) Michael Schlicke
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Jahreswende 2009
Farsan Bank, Saudi Arabien
Freitag, 25. Dezember 2009
Irgendwo im südlichen roten Meer auf der Saudi Arabischen Seite. Wieder auf der Suche nach Abenteuer und herrlichen Unterwasserlandschaften. Wobei sich die abenteuerliche Seite schon gut anlässt.
Als ausgewiesener Weihnachtsmuffel bin ich am ersten Feiertag in aller Frühe zum Frankfurter Flughafen unterwegs. Der Schnee und die niedrigen Temperaturen haben nachgelassen, so dass die Anfahrt reibungslos abläuft. Habe das Auto bei Easypark abgestellt und lassen mich zum Flughafen kutschieren. Meine Mitreisenden trudeln so nach und nach ein. Nur der wichtigste, der mit den visabehafteten Pässen spannt uns auf die Folter. Endlich sind alle anwesend und wir können uns einchecken. Der Vorteil unseres exotischen Reiseziels Saudi Arabien ist, dass es nicht so frequentiert ist und eine Warteschlange praktisch nicht existiert. Dafür werden landestypische Hürden sichtbar: Ein Vorcheck, der unsere Zugangsberechtigung überprüft und uns schon mal ein Einreiseformular überreicht. Bei der Patzreservierung habe ich dann das große Los gezogen, ich bekomme einen Fensterplatz neben dem Notausgang; sehr viel Beinfreiheit. In aller Ruhe wird noch ein letztes Bier getrunken, dann geht es durch die gewohnt sorgfältige Sicherheitskontrolle.
Das Essen an Bord ist, verglichen mit dem mittlerweile Üblichen, geradezu fürstlich, und wird mit metallenem Besteck serviert. So genieße ich denn meine Weihnachtsessen, wer weiß, wann es wieder etwas geben wird.
Auf dem Flug hole ich dann noch etwas Schlaf nach, denn kurz vor fünf auf zu stehen ist schon früh. Der Flug verläuft ruhig und man wird nicht ständig von den Flugbegleiterinnen gestört, die einem womöglich noch Getränke aufdrängen wollen; nein, so etwas gibt es nicht. Ich kann dann noch einen eindrucksvollen Sonnenuntergang in den Wolken verfolgen, Bodensicht ist nur sporadisch gegeben. Über dem Roten Meer wird es dann finstere Nacht, die erst beim Anflug auf Jedda erleuchtet wird.
Die Saudis wollen keine Fremden in ihrem Land haben. Das wird bei der Einreiseprozedur sichtbar. Nachdem es schon schwierig genug war, ein Visum zu bekommen, wird der Pass dann ausführlich mit dem zuvor ausgefüllten Beipackzettel verglichen. Dann werden die Fingerabdrücke beider Hände elektronisch abgelichtet und, um alles abzurunden, wird noch ein Foto angefertigt. So vergeht die Zeit, was aber den Vorteil hat, dass man nicht auf das Gepäck warten muss, denn das ist schon längst im Wust der wartenden Gepäckstücke untergegangen. Beim Zoll wird das Gepäck nochmals auf verdächtiges Material (Drogen, Alkohol, pornografisches und christlich symbolhaftes) hin durchleuchtet. Dann darf man endlich in die saudische Freiheit. Wir werden dann von einem Beauftragten der Tauchbasis empfangen, der überrascht feststellt, dass er bei unser Menge von Personen doch besser den kleinen Bus heimschicken und einen großen ordern sollte. Das dauert dann nochmals eine reichliche halbe Stunde. Wir sind nun schon gefühlt tief in der Nacht als sich der Bus durch den Feiertagsverkehr (Freitag) in Jedda kämpft, um endlich auf eine Autobahn nach Süden einzuschwenken. Diese Strasse ist neu und gerade und meinem GPS völlig unbekannt. Hauptsache der Fahrer kennt sie und bringt uns sicher ans Ziel. Selbiges erreichen wir dann auch nach drei Stunden. Da ist Wasser, da ist ein Schiff, das für zwei Wochen das unsrige werden soll. Ich weiß nicht wo ich bin, wie der Ort heißt, habe ihn aber als Wegpunkt 007 abgespeichert.
Samstag, 26. Dezember 2009
TG 565 Canyon Reef
Riffkante ins Bodenlose, auf dem Riff schöne, große Korallenblöcke, wie es sie im Norden des Roten Meeres nur sehr selten gibt. Riffdach 10-20m. Keine ungewöhnlichen Fische gesichtet, aber mit der Kamera gekämpft. Der Blitz löst nur nach Lust und Laune aus! Meistens aber nicht. Das Problem liegt in der Übertragung mit dem Lichtwellenleiter. Zu hause, im Trockenen hat alles bestens und zuverlässig funktioniert, aber hier ist es nur ein Verdruss! Ich werde den Rest der Tour wohl ohne den externen Blitz, mit der Kamera alleine fotografieren.
Habe jede Menge Blei nötig mit der kleinen Flasche, und die Luft ist auch sehr schnell alle. Am Ende des Tauchgangs hatte ich noch 50bar und Buddy Peter noch satte 100bar. Muss mal sehen, ob ich einen Buddy mit angeglichenem Luftverbrauch finde.
TG 566 Danak Island
Meine Suche hat Erfolg gehabt. Michael und Manfred haben etwa den gleichen Lufthunger, so dass wir ein Dreierteam bilden können. Beim Probelauf allerdings meldet sich Manfred wegen übermäßiger Darmtätigkeit ab.
Dieser, einer flachen Insel vorgelagerte Tauchplatz ähnelt einem Kontinentalgraben im Kleinen. Direkt von der Insel, dem Küstenverlauf folgend, ist ein Sandgraben, der von 10m bis an die 40m abfällt. Vor diesem Graben ist das „normale“ Riff mit einer Steilkante, die im dunklen Blau verschwindet. Diese Steilwand ist überwiegend mit Hartkorallen bewachsen. Nur hin und wieder haben sich ein paar mutige Weichkorallen ein Plätzchen erobert. An Fischen erwarten einen die üblichen Verdächtigen. Auf diesem Tauchgang habe ich nur die Kamera dabei. Im Flachen ist das durchaus machbar. Jenseits der
25m Marke wird es dann für die Fokussierung zu dunkel. Unterwegs versuche ich meine Atmung zu kontrollieren, aber irgendwie ist das alles nicht das Richtige. Am besten atme ich ganz normal, für unter Wasser halt. Den Rhythmus für Überwasser kann ich hier nicht durchhalten. Bei etwa halber Luft wechseln wir zwei in den Graben hinüber und müssen hier gegen die leichte Strömung an arbeiten. Hier im Kanal sind die Fische längst nicht so zahlreich, dafür gibt es einige freistehende Korallenblöcke.
Als der Kanal zu Ende ist und in die Steilkante übergeht, und am Festmacherseil kein Schiff befestigt ist gehe ich an die Oberfläche und sehe mich um. Halblinks hinter mir liegt es, frei treibend. Kein Wunder, dass ich es nicht gefunden habe. Also abtauchen, den anderen ein Zeichen geben und auf geht’s. Der Rest unserer Gruppe wird mit dem Schlauchboot eingesammelt. Während ich mich aus meiner Neopren-Wurstschale pelle ziehen zwei Delphine am Boot vorbei in Richtung Norden. Beim Tauchen habe ich bisher noch keine Großfische ausmachen können. Wo haben die sich nur versteckt?
567 Choppy Point Reef
Eine schier endlose Steilwand mit schwarzen Korallen in Mengen. Habe aber keinen Langnasenbüschelbarsch finden können. So nach dem halben TG hat mit die Kamera die rote Karte (Batterie) gezeigt, da war der TG dann ganz entspannt. Bei diesem letzten TG steht die Sonne schon ziemlich tief, da fehlen die Farben unter Wasser, eigentlich schade, denn dieser Platz hat was. Mir ist wieder aufgefallen, dass statt der Weichkorallen viele Schwämme anzutreffen sind; nicht so üppig und vielfältig wie in der Karibik, aber doch deutlich mehr als im Norden des Roten Meeres. Heute Abend ist Batterieladen angesagt.
Das GPS hält einen Tag Trackaufzeichnung durch, dann müssen die Akkus getauscht werden. So kann ich unsere Tagestouren aufzeichnen und auf Google Earth darstellen.
Sonntag, 27. Dezember 2009
568 Eagle Island
Ein Riff mit einer Insel auf der anderen Seite, auf der Adler brüten sollen; zumindest eine gute Geschichte, denn zu sehen waren sie nicht. Tauchplatz an der sonnigen Seite (für
Farsan Bank, Saudi Arabien
Langnasenbüschelbarsch (LaNaBüBa)
die Fotografen).
Wieder eine bis auf 60m abfallende Steilwand, gut mit schwarzen Korallen bewachsen. Ich bin nur bis auf 40m runter (musste sein um den Kameraauslöser in der Tiefe zu testen, ist OK), und habe deswegen die kleinen Weißspitztenhaie nicht gesehen und den schlafenden Zackenbarsch auch nicht. Dafür aber zwei Langnasen Büschelbarsche in den schwarzen Korallen. Den zweiten habe ich fotografieren können. So etwas artet immer in eine Jagd aus, in eine blinde Jagd, denn sehen kann ich den Kerl im Sucher nicht. Ich kann mich immer nur orientieren an dem Stein oder auf der Astgabel auf der er sitzt und dann hoffen, dass die Automatiken alles richtig eingestellt haben wenn der Messrahmen grün aufleuchtet. Das Ergebnis dann unter Wasser zu kontrollieren ist müßig, da ich das Foto eh nicht wiederholen kann. Bei anderen Motiven mag das wohl anders sein. Ich habe diesmal das Weitwinkelobjektiv dabei gehabt, aber beim Blitzen mit dem eingebauten Blitz ist es ehr störend.
TG 569 Bantayan Reef
Wieder eine Steilwand mit einigen schwarzen Korallen, leider kein LaNaBüBa, oder der war von den Vortauchern schon verscheucht worden. Nelson, unser Guide, hat zwar von Hammerhaien gesprochen, die hier schon gesichtet worden sein sollen, aber nicht heute. Heute ist nur Kleinfisch angesagt. In den Löchern der Wand verstecken sich die etwas Größeren. Ein Teil der Wand war relativ glatt und wie mit Puderzucker überzogen; die Meinung ist, dass es dort eine „Korallenlawine“ abgegangen ist. Habe zwei oder drei kleine Filmchen gedreht, um das Durcheinander der vielen bunten Fische (vbF) zu dokumentieren.
Unser Boot ist von der spartanischen Art, offensichtlich nicht von einem Wohnraumdesigner eingerichtet, ehr von einem Ingenieur. Die glatten Wände sind weiß gestrichen und ohne Holz Applikationen und Deko. Das Wohnzimmer hat an jeder Längsseite zwei mit Kunstleder bezogene Sofas, in der Mitte stehen vier kleine Beistelltische auf Teppichen,. Hier wird das der Tageszeit entsprechende Buffet aufgestellt. Gegessen wird mit lediglich einer Gabel, die andere Hand wird zum Halten des Tellers auf den Knien, oder gegebenenfalls auf dem Bauch benötigt. Das Essen ist „stäbchengerecht“ zubereitet, so dass ein Messer wirklich nicht vermisst wird. Zu essen gebt es nach jedem Tauchgang, in mehr als ausreichenden Portionen und einer Auswahl, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Von der Besatzung ist, außer beim Tauchen kaum etwas zu sehen. Sie machen ihre Arbeit und belästigen die Gäste im Übrigen nicht. Was ich hier zum ersten Mal beobachte ist, dass genau Buch geführt wird welcher Taucher wieder zurück an Bord ist. Um das übersichtlicher zu gestalten, sind wir durchnummeriert worden. Ich bin Nummer 5. Steht so auf meiner Flasche.
TG 570 Jabarra Island
Am Riffdach
Nicht zu glauben, Steilwand ohne Ende. Wir gehen kurz auf 40m und sind mitten unter den Korallen und Fächern, die im Licht der Lampe anfangen zu fluoreszieren. Etwas weiter oben lugt eine Muräne aus ihrem Loch, verzieht sich aber als ich zu aufdringlich werde. Dreiunddreißig Flossenschläge weiter ist noch eine, die aber nicht so scheu ist. An diesem Platz gibt es erstaunlich viele Weichkorallen, die vom Gegenlicht durchdrungen zu leuchten scheinen. Die Höhlenbewohner verziehen sich, von meinem Licht aufgescheucht, in irgendwelche Hinterzimmer. Fotografieren nicht erwünscht! Wir haben hier auffallend viele Fischschwärme, die, scheinbar ziellos, durch die Korallenlandschaft jagen. Da sind die schnellen blauen mit dem Gabelschwanz und die ehr ruhigen gelben mit dem Punkt. Die größeren halten sich auf dem Riffdach auf, die sehen wir hier auf 12m nicht, ebenso wenig wie die ganz großen im Dunklen auf 50m. Wir Neoprenfische sind hier nur geduldet, gelegentlich werden wir in Augenschein genommen, meist aber ignoriert.
Als Snack (Zwischenmahlzeit) gibt es Hamburger.
Nachtrag zum Tagesablauf. Wir sind die gesamte Tagesstrecke GPS-geführt zurückgefahren und wieder am Nacht-Parkplatz eingetroffen. Zu Beginn des Nachttauchganges wurde ein kapitaler Büffelkopf-Papageifisch am Boot gesichtet, mit den Scheinwerfern der Taucher geblendet, von der Besatzung harpuniert und zum Abendessen serviert. Wir haben uns damit getröstet, dass er schon so alt war, dass er kaum den nächsten Tag erlebt hätte; so haben wir ihn gewissermaßen erlöst.
Montag, 27. Dezember 2009
Shib Ammar Plateau
Heute ist alles anders. Das fing schon um Mitternacht an, als ich aus der überhitzten Kabine auf das Oberdeck umgezogen bin. Eine exzellente Entscheidung, ich werde ab jetzt dort nächtigen. Frische Luft und angenehme Temperatur.
Anders ist auch der Tauchgang, auf der Wetterseite unseres Übernachtungsplatzes. Hier haben wir ein Plateau mit vorgelagerter Riffkante und hoher Hai Wahrscheinlichkeit. Wir werden mit dem Schlauchboot ausgesetzt, sollen dann auf Tiefe gehen, die Haie betrachten und dann an der Riffkante zurück. So weit so gut. Das mit der Tiefe funktioniert auch, aber die kontraproduktive Strömung ist im Briefing nicht erwähnt worden und wirft die ganze Planung über den Haufen. Ich sehe keine Haie unter mit, dafür aber einen Barrakudaschwarm über mir an der Riffkante. Bis ich die Kamera auf Video umgestellt habe ist der Spuk schon vorbei. Tiefe und Strömung fordern ihren luftigen Tribut; jetzt geht es nur noch darum, geordnet nach oben und zum Schiff zu kommen und dabei die leichte Deko abzubauen. Auf dem Plateau weht es immer noch. Richtung ist jetzt nach oben, von einem Korallenhügel zum nächsten. Jetzt bin ich schon auf 5,5m, die Deko ist abgebaut und ich halte mich auf dem Gipfel fest. Das Schiff ist nicht zu sehen, so entscheide ich mich, die Boje zu setzen. Dazu muss ich aber meine Verankerung aufgeben und über tiefem Wasser sein, damit die Bojenschnur frei nach unten fallen kann. Während ich da so freit treibend im Wasser manipuliere, hat es mich auch schon an die Oberfläche getrieben. Boje wird trotzdem gesetzt, Computer kontrolliert, hat der etwa gemeckert, nein hat er nicht, dann nach dem Schiff Ausschau gehalten. Da schwimmt es, keine 30m entfernt. Alles in allem ein kurzer heftiger Tauchgang. Mit umgekehrter Strömung hätte es wirklich gut sein können.
Al Muddar Reef North
Wieder eine schöne Zeichnung von Nelson, aber ohne Richtungsangabe, so dass wir nicht wissen, wo es lang geht wenn wir von Bord gesprungen sind. Nach einigem Hin und Her gelingt es uns doch, die Nordrichtung auf der Karte einzutragen. Wieder ist mit Strömung zu rechnen. Links rum soll es Barrakudas geben. Das wird dann ein Drift Dive und man wird An der Steilwand
vom Schlauchboot aufgesammelt werden. Wir entscheiden uns für rechts, auch da schiebt uns eine leichte Strömung an der Riffwand entlang. Schöne Fächerkorallen auf 20-30m, die zum Fotografieren einladen. Weiter oben ist es dann etwas kleiner und eintöniger und wir entscheiden uns für den Rückweg. Der ist dann strömungsbedingt etwas fordernder. Wir sind dann so mit etwa 50bar zurück an der Ankerkette der Dream Island, können uns noch etwas umsehen, aber so überzeugend ist es hier auch nicht. Die Riffe sind weitgehend intakt, wenn aber der Tourismus zunimmt, und damit die Zahl der Tauchboot und Anker, dann werden die Riffe darunter leiden. An einigen Plätzen gibt es fest verlegte Leinen. Aber leider nicht überall, und die Anker hinterlassen erste Spuren.
Danak Wall
Heute bleiben wir in der Gegend. Danak Island haben wir bereits von Norden betaucht nun von Süden. Wieder eine beeindruckende Steilwand, besonders jenseits der 25m Marke. Leider ist das in indonesischem Englisch gehaltene Briefing nicht so klar, speziell bezüglich der empfohlenen Tauchtiefen. Hier scheint immer noch der Irrglaube zu herrschen, dass die Tauchtiefen bei Folgetauchgängen immer flacher werden müssen.
So gehen wir unbesorgt auf die Fächerkorallen und die Grotte daneben los. In der Grotte ist genügend Platz für mehrere Taucher, und eine Weißspitze kann sich dann immer noch verstecken. Die müssen wir unbemerkt aufgescheucht haben, denn Ingrid, die nach uns in der Höhle war berichtet von der Haisichtung. Die Steilwand hat etwas, nämlich viele Kleine Grotten und Spalten, in denen sich die Scheuen verstecken; im oberen Bereich ist der Bewuchs ehr nicht so spektakulär weiter unten. Meine Kamera hat sich dann gegen Ende des Tauchgangs wieder mit dem roten Signal unbeliebt gemacht.
Dienstag, 28. Dezember 2009
Al Muddar Reef South
Wieder so eine detailliert Karte und das entsprechende Briefing dazu; nur richtig verstehen müsste man es können, das indonesische Englisch. Der Einstieg führt durch einen Spalt, wirklich hübsch, und man kommt dann in 45m unten an und findet eine Wand, besetzt mit Fächer- und relativ vielen Weichkorallen. Wunderschön; nur meine
Kamera weigert sich mit Filmen aufzuhören, der Auslöser ist wieder in der gedrückten Position hängen geblieben. Auch Klopfen mit dem Messer – endlich finde ich Gebrauch für das Ding – hilft nicht. Ich kann mich also ganz dem Tauchgang widmen und strebe erst einmal nach oben, da meine Flaschenfüllung heute etwas knapp ausgefallen ist. Da fällt mir ein, dass das Flaschenventil heute früh recht leicht aufging; daher vielleicht der Luftverlust. Zurück zum Riff. Ich stelle wieder fest, dass die „erlaubte“ Tiefe von 30m eigentlich vor dem schönen Teil des Riffes aufhört und erst oben am Rand zum Riffdach kommt wieder Leben auf. Dazwischen muss man Licht in Höhlen und Spalten bringen, um die schlafenden Nachtaktiven zu entdecken. Da ich nicht fotografieren muss und auch keine Strömung geht, kann ich mich ganz dem Genuss des Schwebens hingeben und das Leben auf dem Riffdach betrachten. Auf dem Weg zurück zum Boot dreht Guide Nelson um und zeigt in die Richtung aus der wir grade kommen. Nun, denke ich, er wird wohl wissen was er macht. Da ich nun nicht weiß, wie lange es noch so weiter geht, schalte ich auf sparsame Atmung um, und kann den knisternden Geräuschen des Riffs lauschen. Dann, hinter einer Klippe schimmert ein Seil im diffusen Hellblau, die Festmacherleine unseres Schiffes. Das hat also während unseres Tauchgangs verlegt. Das war aus dem Briefing nicht herauszulesen, auf der anderen Seite hat Nelson aber auch nie „zurück zum Boot“ gesagt. Wir müssen also lernen, zwischen den Zeilen zu lesen. Fragen bringt nichts, da er uns nicht wirklich versteht.
So habe ich denn aus lauter Vorsicht 50bar zurückgebracht.
Fantasy Reef
Die Zeichnung sieht viel versprechend aus. Riffkante mit vorgelagertem Korallengarten, der in eine Steilwand übergeht. Den neuen Tauchanzug mit Manschetten ohne Reißverschluss an Armen und Beinen anzuziehen gleicht einem Zweikampf mit vorhersehbarem Ausgang. Ich bin zwar der Sieger, aber schon vor dem Tauchgang genervt und mit hohem Puls vorbelastet. Und das dreimal am Tag ist schon heftig. Also versuche ich jetzt mal die Methode mit der Plastiktüte über dem Fuß oder der Hand. Das ist super und funktioniert problemlos; eine echte Verbesserung, die zum Standard erklärt wird.
Im Wasser schauen wir uns erst einmal um und lassen die Meute ziehen. Dann versenken wir uns in den Fächerkorallengarten. Noch funktioniert der Foto, auch in der Tiefe. Die riesigen Fächerkorallen sind noch völlig unbeschädigt, das spricht von geringem Tauchtourismus und sieht überwältigend bizarr aus. Auf dieser Tiefe könnte ich lange verweilen, aber das ist nicht wirklich gesund, und so siegt die Vernunft, es geht wieder aufwärts, der Sonne entgegen. Nun geht es in den Korallengarten. Hier stehen die wirklich dicken Korallenbrocken im Sandboden und es wimmelt von Kleinfisch. Ein Paradies für Fotografen.
Fantasy Wreck
Man braucht wirklich Fantasie, um diese Überreste als Wrack zu erkennen. Der Rest dieses Korallenirrgartens hinterlässt auch einen wrackartigen Eindruck. Entweder sind hier Dynamitfischer oder ein größerer Sturm über die Korallen hergezogen. Wobei die Korallentrümmer unterschiedlichen Datums sind. Es sind auch ganz frische Schädigungen zu sehen, wie sich nicht einmal von einer Horde von Tauchanfängern hinterlassen
werden können; müssen wohl Stürme gewesen sein. Bei der herrschenden Windstille und der glatten See nicht so recht vorstellbar. Aber drei mal auf Holz geklopft, ich will kein Unheil herbeirufen.
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Belgium Reef Point
Wenn die Maschinen erst kurz vor sieben Uhr angeworfen werden, weiß man, dass es nicht weit ist bis zum nächsten Tauchplatz. Zudem hat Guide Nelson schon gestern mit seinem Kunstwerk begonnen.
Dieser Platz hat wieder Blöcke auf dem Gipfel und ein vorgelagertes, durch einen Sandgraben
Die versprochenen Weichkorallen sind schon da, aber doch recht sparsam verteilt. Dafür sehen wir gleich beim Abtauchen einen Thuna (Kamera war noch nicht einsatzbereit) und später einen Barrakuda. In den schwarzen Korallen finde ich leider keinen LaNaBüBa, zudem ist so ein Gedränge um die großen Exemplare, dass ich sie rechts liegen lasse.
Wir wechseln zum Riff, auf dem die Korallenblöcke bis nahe an die Oberfläche reichen. Auch hier ist der Boden von Bruchstücken bedeckt, und neue Korallen wachsen erst langsam nach. An der Außenseite, zum freien Meer hin sind Bewuchs und Fischreichtum größer. Hier mache ich dann einige Fischaufnahmen und hoffe, dass sich der Kamera Auslöser über Nacht wieder erholt hat und seinen Dienst nicht verweigert. Bei der Durchsicht der Aufnahmen gestern ist mir aufgefallen, dass die Aufnahmen ohne Blitz zum Teil verwackelt sind. So mache ich nun alle Aufnahmen mit Blitz, was natürlich nur bei extrem klaren Wasser funktioniert. Heute sind die Sichtbedingungen außergewöhnlich gut und man hatte beim Abtauchen einen Überblick über den gesamten Tauchplatz. Zurück auf der Dream Island berichten einige Glückliche über einen Barrakudaschwarm und einen Mantarochen; natürlich außerhalb des Korallengartens gesichtet.

Strahlenfeuerfisch (ich konnte nicht widerstehen)
Ein wenig bekannter Tauchplatz, deswegen die „Exploration“, die Nationalität wird wohl an die jeweilige Gruppe angepasst. Eine leichte Strömung treibt uns auf die Die Riffspitze zu. Das müssen wir uns nicht antun, also andere Richtung. Am Boden finde ich einen richtigen Angelhaken, wie gemacht für Großfisch, lasse ihn aber liegen, da ich keine Verwendung dafür habe (später sehe ich den Guide mit dieser Beute). Auf dem Sandboden stehen die Peitschenkorallen wie ein Wäldchen und geben den Kleinen Deckung. Einige Minuten später schälen sich zwei größere Fische aus dem blauen Dunst; der eine ist ein Zackenbarsch, der andere ein Büffelkopf Papageifisch. Trotz vorsichtigster Annäherung halten sie Distanz und verschwinden dann wieder im milchigen Blau. Wie gehen auf das Sandplateau bei 10m und schauen uns dort um. Unterwegs hat ein Fischhalter (Remora) bei mir angedockt, damit werde ich zum Fotoobjekt. Spätestens wenn ich an Bord gehe wird er sich einen neuen Transport suchen müssen. Jetzt führe ich einen verbissenen Kampf mit der Kamera. Nach jedem zweiten Schuss muss ich mit dem Messer heftigst gegen das Gehäuse klopfen, damit der Auslöser wieder zurückspringt. Mit der Lampe geht das besser, die hat mehr Punch. Also muss ich immer die Lampe mitnehmen.
German Exploration II
Wieder ein Riffblock mit steil abfallender Kante auf gut 50m oben auf dem Riffdach stehen Korallenhügel und formen ein Labyrinth, in dem ein Kompass gute Dienste tut. Da das der dritte Tauchgang heute ist, erzählt uns der Guide das Märchen von den flacher werdenden Tauchgängen: 20m, 60min. Nun gut, an das letztere halten wir uns. Wir lassen die Truppe ziehen und unternehmen unsere eigene Exploration, sowohl in der Tiefe wie auch auf dem Riffdach. Über meine Kamera schweige ich lieber! So ist das dann ein ganz entspannter Tauchgang, fernab vom Massentourismus; wir zwei allein mit den Fischen, und die sind deutlich in der Überzahl. Schon jetzt fangen die Schauplätze an, sich zu gleichen; sie unterscheiden sich jedoch im Maß der Zerstörung. Hier sind die Schäden relativ gering.
Sobald der letzt wieder zurück an Bord ist, werden die Maschinen angeworfen und es geht zum Nachtliegeplatz II. So ein kleines GPS ist schon ein genauer Beobachter und zeichnet unsere Spur genau auf. Der Kapitän orientiert sich auch nach dem GPS, die Feinabstimmung allerdings erfordert Augenmaß von Kapitän und Guide. Und dann fällt der Anker.
Donnerstag. 31. Dezember 2009
New Fantasy Village
Langsam aber unaufhörlich geht es zurück, auch mit den Vorräten. Für das neue Jahr muss neu gebunkert werden. Hier im Inneren der Farsan Bank habe ich den Eindruck dass mit Dynamit gefischt wurde. Soviel kann ein gelegentlicher Sturm nicht zerstören, und schon gar nicht mitten in einem Bezirk mit Korallenblöcken. Soviel also zu der Aussage: Saudi Arabien, 2000km unberührtes Saumriff; Unbetaucht ist vielleicht richtiger.
Nun aber zum Tauchgang. Wir haben wieder ein tief liegendes Plateau (mit Weichkorallen!) dem Korallen Dorf vor gelagert. Die Gelegenheit, nach Haien zu schauen und den frisch geschmierten Auslösemechanismus der Kamera zu testen; beides mit negativem Resultat. Also geht es wieder nach oben, über ein Feld mit Blasenkorallen. Die bewachsen den Untergrund wie Korallen, haben aber das Aussehen wie die Blasen der Blasenanemone. Ich schwebe in etwa 14m über diese Landschaft, um nicht noch mehr Dekopflicht aufzubauen. Dann kommen wir in das Korallendorf, schlendern die Straßenschluchten entlang, schauen den Einheimischen bei ihrem Treiben zu, begegnen hin und wieder anderen Touris. Im Dorf selbst ist an Attraktionen weinig zu sehen – zwei Fledermausfische begegnen uns – es fällt nur auf, dass die Straßenreinigung hier offensichtlich nicht funktioniert. Überall liegen Korallentrümmer herum. Es könnte natürlich auch sein, dass man von Sandbelag auf Korallenstein Pflaster umstellen möchte. Die größeren Seestreicher und Räuber findet man naturgemäß außerhalb des Dorfes, aber auch da gilt, dass sie sich vor den Touristen verstecken.
In den verwinkelten Gassen kann man leicht die Orientierung verlieren und ist gut beraten, wenn man beim Verlassen des Bootes eine Kompasspeilung gesetzt hat; damit ist dann der Kurs zurück gegeben, Und da glänzt auch schon der Kettenvorlauf des Ankers, der sich verbissen an einen Korallenblock krallt, im Sonnenlicht, das Boot ist nah.
Ein paar Anmerkungen zur Ausrüstung des Schiffes sind hier angebracht. Neben der schon erwähnten intensiven Verwendung von GPS entsprechen auch Anker, Kette und Tauwerk einem hohen Standard, den ich auf noch keinem Schiff im Roten Meer gesehen habe. Die Metallteile, Anker, Kette, Reling und Poller sind allesamt aus rostfreiem Edelstahl. Das Tauwerk solide, ungeflickt und in ausreichender Menge vorhanden.
Mar Mar Island
Wir werden vom Schlauchboot abgesetzt und tauchen an der Riffwand entlang zurück zum Schiff, das ist der Plan. Stellenweise ist die Wand schön bewachsen, besonders schön sind die freistehenden Spitzen in den Einbuchtungen der Wand. Sie sind von der Sonne beschienen und von den kleinen Juwelenbarschen umschwärmt. In den Löchern und Spalten der Wand kann man die eine oder andere Muräne beobachten, und mittendrin zeigt sich auch mal ein Arabischer Kaiserfisch, der aber fotoscheu ist. Und der Fotograf lässt sich wieder von einem Rotfeuerfisch Taucher fischen verführen; der ist halt immer fotogen und hält ruhig. Gegen Ende der Tour wird das Wasser trüb, vom Guide sind die gelben Flossen schon lange nicht mehr zu sehen, da ist es ratsam sich mal an der Oberfläche zu orientieren. Das Boot ist etwa 50m entfernt, da kann man dann auch hinpaddeln. Das Schlauchboot kommt und will uns einfangen, aber wir lehnen dankend ab; ein wenig Sport vor dem Mittagessen kann nicht schaden.
Unser Schlauchboot ist von der sportlichen Sorte. Fahrstand in der Mitte, 150hp Sechszylinder, Überrollbügel und zwei Rettungsringe, aber es ist etwas schwach auf der Lunge. An Bord ist eine Pressluftflasche, um den Schläuchen von Zeit zu Zeit etwas Luft einzuhauchen. Außerdem fehlen die rundum laufenden Taue, um sich festzuhalten und ins Boot zu schwingen. Taucher halten sich an überbord geworfenen Leinen fest und üben sich im Jacketski.
Canyon Reef
Der Kreis hat sich geschlossen, wir sind wieder am Canyon Reef, betauchen allerdings einen anderen Bereich. Wie werden am Pinnacle abgesetzt und schlängeln uns durch die
Korallenblock Landschaft zurück zum Boot. Draußen am Pinnacle wimmelt es nur so von vbF. Die Muräne will unbedingt nicht aufs Foto und schlängelt sich davon. In der Korallenlandschaft der große Zackenbarsch ist auch fotoscheu, genau so wie der kleine Picasso Drückerfisch, dabei ist der doch so knackebunt und fotogen. Hier im Labyrinth der Korallenblöcke ist der Kompass für die grobe Richtung sehr hilfreich. Ebenso, dass man als Taucher nicht auf dem Boden entlanglaufen muss sondern über die Sperrwände hinüber schweben kann. Auch hier sieht man gelegentlich Bruchfelder, wobei andere Bereiche völlig unbeschädigt erscheinen.
Das war der letzte Tauchgang des Jahres, denn der Käptn will so schnell wie möglich zurück in den Hafen. Die Vorräte sind auch bedenklich am Ende, mal sehen, was der Koch noch zurechtzaubern kann. Wahrscheinlich entsteht heute ein Essen in der Art der hamburgischen Nationalgerichte, für die der Koch in schlechten Zeiten durch die leeren Lagerhäuser geschlichen ist und verstreue Reste eingesammelt hat. Auf die Art entstehen die exotischsten Gerichte.
Wir haben Vollmond und prompt ändert sich das Wetter, die spiegelglatte See wird aufgewühlt und die Wellen gehen bis an die zwei Meter. Dementsprechend wird die Rückfahrt in den Hafen recht stürmisch und die Inneneinrichtung wird ziemlich durcheinander geworfen. Da zeigt sich, dass das Schiff nicht so recht seetauglich ist. Ein Teil der Truppe entschließt sich zum Landgang in ein Hotel zwecks Shisha rauchen und Sylvesterparty. Das Hotel entpuppt sich als zur Basis gehörend und dient der Unterbringung der Gäste für die Tagestouren. Tote Hose, wird berichtet.
Freitag, 1. Januar 2010
Mar Mar Island, zum Zweiten
Nach einer etwas wackeligen Überfahrt, bei der es von der Decke in mein Bett „geregnet“ hat, haben wir hier Schutz gefunden und lernen, dass wir hier den ganzen Tag verbringen werden; in der Hoffnung, dass es Morgen wieder ruhiger werden wird.
Dieses Mal setzt uns das Schlauchboot an der anderen Ecke ab, und wir dümpeln langsam zurück mit dem Riff an der rechten Schulter. Die Kamera betätige ich erst wieder ab 28m, und da gibt es dann keine Probleme. Ich halte ein paar Landschaftsbilder fest und scheuche einen Igelfisch auf, der sich nicht gut genug versteckt, oder mit mir Nachzügler nicht mehr gerechnet hat.
Mar Mar Island, zum Dritten
Diesmal im Süden abgesetzt und in der Mitte aufgefischt. Dazwischen die bekannte Steilwand. Darüber gibt es nichts Neues zu berichten. Die einzige Muräne unterwegs hat unser Videograf erfolgreich zum Rückzug bewegt. Der Foto wäre ja gegangen, aber das Licht und die Schwebstoffe und der Mangel an Motiven haben ihn zur Untätigkeit verdammt.
TG 585 Mar Mar Island, und zum Vierten
Nun am Nordplateau, das wieder mit großen Korallenblöcken durchsetzt ist. Die Sonne bescheint die Szenerie grade noch und die Strömung ist gering, alle Voraussetzungen für einen gemütlichen Tauchgang sind gegeben. Es herrscht das übliche Leben, das Hin und Her der Kleinen zwischen den Korallen. Auf den Sandstraßen zwischen den Blöcken geht es ruhiger zu, und in der niedrig stehenden Sonne wirkt alles farblos. Nur der Rotfeuerfisch setzt einen Farbtupfer; auch wenn ich schon Dutzende fotografiert habe, erliege ich wieder der Versuchung.
Auf dem Weg zurück zum Riff, zieht eine alte, moosbewachsene Schildkröte gelassen an uns vorbei und dient noch als kostenlose Mitfahrgelegenheit für zwei Schiffshalter. In den Schluchten des Riffdaches ist der Teufel los, überall wuseln die Fische durcheinander wenn plötzlich ein großer, Blubbernder Neoprenfisch in die kleine Grotte kommt. Zweckmäßigerweise schickt man die Kamera am ausgestreckten Arm voran und kann den Ruhezustand noch dokumentieren. Es ist schon verlockend, all diese verwinkelten Gänge zu erkunden; nur kann es einem passieren, dass man in eine Sackgasse kommt. Da hilft dann nur noch der Ausweg nach oben. Am Boot angekommen können wir sehen, wie genial der Anker gelegt wurde: Er hängt an der Rückseite einer Säule und die Kette wird von einem Korallen Knubbel umgelenkt. Einmal volle Kraft zurück mit beiden Motoren und wir haben freie Sicht auf die Riffwand.
Samstag, der 2. Januar 2010
Malathu Island
Heute soll es Hai geben. Wir sitzen deshalb alle zusammen im Schlauchboot und kippen in zwei Gruppen ab, damit es nicht zu Zusammenstößen kommt. Als Mitglied der Gruppe zwo komme ich nicht so schnell hinunter, zudem sehe ich mein Maskenband vor mir und muss das erstmal richten, dann sehen wo meine Buddys sind, und dann geht es erst im Sturzflug hinunter, mit dem Erfolg, dass ich den Hammerhai nicht mitbekommen habe. Da unten auf 60m habe ich keinen Hai gesehen, nur meine Buddys gesucht. Manfred habe ich gefunden, Michael aber nicht, der muss wohl noch hinten dran hängen. Auf dem Weg nach oben haben wir dann unten auf dem Sandboden einen schlafenden Hai gesehen, den wir aber erfolgreich aufgescheucht haben; auch aus großer Entfernung. Soweit meine Haisichtung. Ich kann es nicht länger leugnen, im Roten Meer gibt es Haie, kein Gerücht, man muss sie nur überraschen. Das Auffischen der Taucher aus dem Wasser ist, gelinde gesagt abenteuerlich, und ich habe es in der Form noch nicht erlebt. Die Dream Island manövriert frei im Wasser, das Schlauchboot kommt zu den einzelnen aufgetauchten Tauchern, jeweils drei hängen sich an die Bugleine und werden vom Schlauchboot in Rückwärtsfahrt zum Schiff gebracht, in der Nähe der Heckleitern freigelassen und können dann an Bord gehen. Sehr unkonventionell, aber es funktioniert.
Malathu Island
Same procedure as last time. Dieses Mal sammeln wir uns an einer Riffkante auf 40m, es strömt ein wenig, schon von weitem ist der Makrelenschwarm zu sehen, und davor kreist eine Gruppe von Haien. Auf dem Sandboden vor uns ruht sich eine Weißspitze aus, das lässt die Foto- und Videomanen natürlich nicht kalt, und wir stürzen uns auf ihn. Da ich in dieser Tiefe nur einen Versuch frei habe, entscheide ich mich für Video und kann den davonschwimmenden Hai auf den Flashspeicher bannen. Für das Haispektakel bleibt mit nur die Zuschauerrolle, aber auch das hat etwas. Ich bleibe auf der Kante, arbeite mich gegen die Strömung weiter aufwärts und beobachte die Haie nach meiner Kenntnis sind es Weißspitzen- und Riffhaie. Wir verlagern uns Richtung Riffkante, halten dabei die Nase in der Strömung was auf die Dauer anstrengend ist. Also geben wir nach und beugen uns der Strömung, der Klügere gibt nach und genießt. Beim Abdrehen entdecken wir noch die Schildkröte, die, von der Strömung völlig unbeeindruckt, der Kante zustrebt. Kaum sind wir um die Südkante herum, ist die Strömung verschwunden, und wir können gemütlich die Wand entlang bummeln. Solche Wände kennen wir nun schon zur Genüge und ich kann die Kamera, die ich mit kräftigen Schlägen der Lampe zur Kooperation überreden konnte, wieder einpacken. Zurück zum Schiff, same procedure as last time.
Bando Reef
Wir haben keinen Wind und der Käptn hat etwas gegen festmachen am Riff; es fehlt der Wind, der die Leine dann auf Zug hält. So werden wir diesmal nacheinander vom Boot gescheucht: Jump, jump, platsch, platsch. So tauchen wir denn hinab in den Korallengarten und suchen nach neuem, unentdecktem. Aber so sehr ich auch suche, alles schon mal da gewesen. Also auf in die engen Gassen vor dem Riffdach, hier scheint die Altstadt zu sein. Straßen gewunden, kreuz und quer, kaum dass man ohne anzuecken da durch kommt. Eine Windung rechts dann wieder links, unter einer Brücke durch, über einen kleinen Marktplatz, dann kommt eine größere Straße, die dann auch wieder hinaus führt. Und wieder an der oberen Riffkante entlang bis zur ungenutzten Festmacherleine, die wie eine schlafende Riesenschlange auf der Oberfläche liegt. Motorgeräusch ist zu hören, also hinaus ins Blauwasser, und da schält sich dann auch schon der dunkle Schatten des Schiffes aus dem milchigen Blau. Weiter drauf zu und die Leitern blinken mir verheißungsvoll zu, der Tauchgang ist geschafft.
Sonntag, der 3. Januar 2010
Malathu Island
Es dauert endlos, bis wir endlich festgemacht haben, aber dann geht es steil abwärts wegen der Strömung. Unten am Fuß des Riffes im Strömungsschatten erst einmal orientieren, dann im Krebsgang über das Plateau bis an die Riffkante. Da patrouillieren dann auch schon die Haie. Auf dieser Tiefe ist die Funktion der Kamera wahrscheinlich eingeschränkt, also Videomodus, dann habe ich wenigstens eine Szene gut. Warten bis die Haie näher kommen, und dann Film ab. Sie ziehen ihre Kreise, kommen wieder dichter vorbei und entfernen sich wieder. Inzwischen sind mehr Taucher angekommen – wir waren ausnahmsweise die ersten - und die Haie gehen langsam auf Tiefe. Nachdem die Kamera heute klaglos funktioniert, wird noch eine kleine Szene gedreht, dann geht es wieder zurück. Dabei gilt es, der Strömung auszuweichen indem man die kleinen Straßen zwischen den Korallenhügeln nutzt. Allerdings gewinnt man dabei keine Höhe aber Dekoschuld. Dann taste ich mich vorsichtig an der Riffwand hoch und halte bei 15m, wie mir mein Computer empfiehlt, dann geht es langsam weiter nach oben und die Deko wird abgebaut. Der Luftvorrat mahnt zur Rückkehr zum Boot, so mache ich mich auf den Weg. Da kommt mir Guide Nelson entgegen und weckt Zweifel an meinem Orientierungssinn. Vorsichtshalber orientiere ich mich an der Oberfläche und sehe das Boot da wo ich es vermutet habe. Also weiter in der Richtung. Als ich den Schiffsrumpf und die Leitern erkennen kann, löse ich mich vom Riff und steuere auf die Leitern zu. Allerdings habe ich meine Rechnung ohne die Strömung gemacht, und die will mich vorbei am Boot ins offene Meer treiben. Jetzt heißt es Gas geben. Die Fische lieben es im Schatten unter der Tischkoralle
und paddeln. Ein echter Frühsport eben. Dann kann ich die Leine erwischen und habe es geschafft. Ich „liebe“ Strömung!
Malathu Island
Unser Guide hat noch einmal diesen Tauchgang geplant. Aber wir wollen es etwas sanfter, einen Driftdive an der Nordseite. Die liegt zwar im Dunkel, aber wir werden getrieben. Bewuchs und Leben an der Nordseite sind etwas gedämpft und ich kann den Foto ausgeschaltet lassen. An der Südecke wird es etwas lebhaft, hier muss ich mich an der Wand entlang schleichen, um nicht hinaus getrieben zu werden. Dann lässt die Strömung nach. Unten sind Anker und Kette zu sehen, die ich aber dem andere Boot zuordne. Langsam schleiche ich an dieser sonnenbeschienenen Riffkante entlang und studiere das Leben, und suche nach dem Ankerseil. Langsam kommt Gegenströmung auf, und immer noch kein Ankerseil in Sicht. Ich muss vorbeigeschwommen sein. Also wieder zurück. Unterwegs noch ein kleines Video von dem Schwarm gestreifter Gefängnisfische, aber wo ist das Ankerseil ich schaue mich doch lieber mal an der Oberfläche um. Das Schiff liegt deutlich vor mir. Also viel zu weit getaucht. Wieder runter, denn hier oben herrscht doch ziemliche Strömung. Auf dem weiteren Weg komme ich hier an einer Gruppe Neoprenfische vorbei, die genüsslich herumdümpeln und keinerlei Aufbruchstimmung zeigen. Ich muss unbedingt zum Boot, denn Kumpel Manfred wird wenig Luft haben. Noch mal auftauchen und schauen, das Boot ist kurz vor uns. Da muss doch ein Ankerseil zu sehen sein. Da taucht es dann auch aus der Tiefe auf, und ich hatte es immer auf dem Riffdach vermutet. Der Anker vorhin war dann doch der unserige; egal, wo ein Seil, ist auch ein rettendes Boot. Der Computer motzt mich noch an wegen zu schnellen Aufstiegs, aber soll er nur!
Al Jadir
Kleines Riff umrunden, Vorgabe 45Min, da wir dann gleich zum sicheren Nachtankerplatz müssen wegen Wind. Wir springen vom Boot, dann geht’s gleich hinunter zum Riff. Zu Beginn im tiefsten Teil des Tauchgangs wird Ausschau ins Blauwasser gehalten, vielleicht tummelt sich da ja was Größeres. Dann während des flacheren Verlaufs wird die Riffwand interessanter. Aber heute sehe ich da nur viele bunte Fische, unten auf einer kleinen Sandfläche, in sicherer Entfernung, liegt ein Blaupunktrochen. Später sind es drei gepunktete Süßlippen, die das Interesse des Fotografen wecken. Aber die halten mich zum Narren; dauernd sind sie unterwegs, kommen näher, und wenn ich abdrücken will, machen sie kehrt. Dann kommt noch diese Auslöseverzögerung dazu, es ist schier unmöglich, mit den digitalen Kameras gute Fischfotos zu machen. Bei der analogen Kamera war das Problem die Schärfeeinstellung, jetzt die Auslöseverzögerung.
Für einen Teil der Truppe war es heute der letzte Tauchtag, sie werden Morgen abgeholt und müssen zum Schulanfang wieder am Arbeitsplatz sein. Wir anderen haben noch eine Schonfrist.
Montag, der 4.Januar 2010
Dhora Island
Der erste Versuch, Gorgonia Point Reef, wird abgebrochen, und so landen wir hier. Nelson’s Plan ist es, vom Schlauchboot abgesetzt zu werden, die Plateaukante in der Tiefe und im Strömungsschatten zu umrunden und dann im Schatten des Riffes wieder nach oben zu kommen. Für Buddy Michael und mich sind diese Angaben trotz der schönen Zeichnung zu nebulös, so entschließen wir uns für ein eigenes Unternehmen, bei dem der Strömung entgangen wird. Das funktioniert auch ganz gut, nur zu sehen gibt es halt wenig. Erst in Schiffsnähe, direkt am Riff, da blüht das Leben. Fischschwärme noch und noch und sie lassen sich von uns nicht stören. Nur die Süßlippen sind wieder so scheu, dass ich keine portraitieren kann. Aber so nach 36min wird es mir langweilig und Michael kann ich auch nicht mehr entdecken, also wird der Tauchgang beendet. Es sind zwar noch 70bar in der Flasche, aber keine Lust mehr in mir.
Long Reef, Nord Plateau
Nachdem wir unsere halbe Gruppe verabschiedet haben und sie mit einem kleinen Tagesboot nach Al Lith zurück sind, ist die Tauchgruppe wesentlich kleiner geworden.
Wir werden vom Schlauchboot ins Wasser geworfen und finden uns an einer Steilwand wieder. Moderate Tiefe ist angesagt, man weiß ja nie was kommt. In diesem Fall ist es ein junger Napoleon, der unter uns die Löcher und Höhlen inspiziert. Wir kommen etwas höher, zur Plateaukante und werden von einer milden Strömung begrüßt, die mit zunehmender Intensität uns am Vorankommen hindert und uns zum Abdrehen zwingt. Für kurze Zeit kommen wir in ruhigere Gewässer und können die Atemtätigkeit etwas normalisieren. Guide Nelson deutet nach vorne und unten. Da liegt etwas langes, glänzendes auf dem Boden. Das könnte ein Stachel sein, doch wo ist der Rochen. Der liegt dummer weise im Schatten einer Koralle, ungünstig zum Fotografieren. Ich mache ein, zwei Aufnahmen und er sich aus dem Staub, und noch ein Foto zum Abschluss. Es ist ja schön ruhig hier, und man möchte verweilen, aber es hilft nichts, wir müssen zurück zum Schiff. Da ich fast jede Orientierung verloren habe, wo oben ist weiß ich schon noch, hänge ich mich an Nelson, in der Hoffnung, dass auch er zurück will. Wir kämpfen wieder gegen die Strömung, gelegentlich bediene ich mich eines Handgriffes, aber es wird nicht besser und Leine oder Schiff sind nicht zu sehen. Bei 40bar signalisiere ich Nelson, und langsam geht es nach oben, die Boje wird gesetzt und abgewartet. Während ich mich nach oben orientiere, befestigt Nelson die Boje am Riff und taucht ab. Er hat eine komplette Angel entdeckt und wird sie bergen. Ich sehe zu, dass ich mich selbst erst einmal berge und gehe an die Oberfläche; das Schiff ist keine 30m entfernt. Kein Problem, der Frühsport geht weiter. Nach 47 Minuten bin ich der erste an Bord; ich will meine 15l Flasche wieder haben. Mit diesen kleinen Flaschen macht das Tauchen keinen Spaß. Hoffentlich ist der nächste Tauchplatz ohne Strömung, so dass man sich wieder auf die Landschaft konzentrieren kann.
Fantasy II
Wir sind wieder in Fantasy City, allerdings in einem anderen Stadtteil. Die Fantasie ist wieder gefragt als wir in die Straßenschluchten eintauchen Guide Nelson übernimmt die Stadtführung durch enge Gassen und breite Alleen, Marktplatz und Kreuzung. Es fällt immer wieder auf, wie zerstört das Riff ist, und wie wenig Leben hier unten herrscht. Das Leben spielt sich in den Penthäusern oben auf dem Riffdach ab, da scheint die Sonne, da sind die vbF. Abgesehen von der Nacktschnecke
gleich zu Beginn des Tauchgangs gab es nichts zu fotografieren, man hat ja schon alles gesehen. Aber es ist ein netter, strömungsloser Tauchgang zum Tagesausklang.
Der Kapitän hat es wieder eilig, zum Nachtplatz II zu kommen. Kaum sind wir aus dem Wasser geht es mit Volldampf los, und diesmal hat er sich mit dem Festmachen selbst übertroffen, es hat nur zehn Minuten gedauert. Ansonsten ist er Weltmeister im Ankern, das geht nicht unter einer Viertelstunde und kann bis zu einer halben Stunde dauern.
Was ich nicht unerwähnt lassen möchte ist die Tatsache, dass die Schildkröten hier wohl eine gute Überlebenschance haben, denn an den Stränden sieht man immer wieder die Spuren von Eier legenden Schildkröten. Wenn die Eier dann von den Einheimischen in Ruhe gelassen werden, steht es gut um die Schildkröten.
Dienstag, 5. Januar 2010
Long Reef, South Plateau
Ausführliches Briefing mit was tun, wenn Strömung von hier und was wenn aus der anderen Richtung. Und nun im Wasser lässt sie uns in Stich; ich bin ihr nicht böse drum. So können wir ganz gelassen den Fischschwärmen, Doktor und Makrele, zuschauen und die zahlreichen Weichkorallen an der wand bewundern. Einblick nach unten zeigt zwei Weißspitzen Haie, aber außerhalb unserer Reichweite. Auf dem Plateau kann ich dann noch eine Muräne aufstöbern, die muss abgelichtet werden. Bald finden wir uns im Korallengarten wieder, auch hier nichts Neues. Jetzt kann ich auch den Tauchcomputer befriedigen, der empfiehlt einen Stopp auf 15m, OK erledigt. Jetzt ist die Deko dran, da bin ich von den drei Minuten auf 3m schon bei zwei Minuten. Das geht auch schnell vorbei, und schon fängt er an, den Sicherheitsstopp herunterzuzählen. Nun kann ich mich wieder dem Tauchen widmen. So bei 50min Tauchzeit wird es dann doch etwas langweilig, und ich begebe mich mit Buddy Michael an die Oberfläche. Das Schlauchboot lag schon auf Lauer und nimmt uns in Schlepp.
Zurück an Bord rutsche ich die Treppe zu den Kabinen hinunter und schürfe mir die Haut am rechten Ellenbogen ab. Eine leicht blutende Wunde bleibt übrig. Mal sehen, wie sie verheilt.

Von weiteren Tauchgängen sehe ich heute einmal ab, um die Wunde heilen zu lassen. Ich kann mich also uneingeschränkt dem Oberdeck widmen. Habe heute ein paar kleinere Haie und einen entfernteren Manta verpasst. Übernachtung, wie fast jeden Abend bisher, am Nachtplatz II.
Mittwoch, 6. Januar 2010
Die Schwellung am Arm ist etwas zurückgegangen, ist aber noch sehr druckempfindlich, so beschließe ich, auch heute nicht zu tauchen, es ist sowieso der letzte Tauchtag und ich werde außer dem einen oder anderen kleinen Hai und mäßiger Strömung nichts verpassen.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Heute geht es zurück. Unser Schiff hat einen geschützten Liegeplatz auf halbem Wege zur Marina Al Lith angelaufen und wir haben eine ruhige Nacht verbracht. An Bord gibt es noch Frühstück und Mittagessen, dann geht es in den Hafen, den wir am frühen Nachmittag erreichen. Wir werden in einen Kleinbus und das Gepäck in den Hänger geladen und auf geht’s gen Norden nach Jedda. Die Fahrt auf der neuen Autobahn gestaltet sich langweilig; nichts als Müll und Wüste. Also wird erst einmal auf Vorrat geschlafen. So um fünf Uhr kommen wir in die Randzone von Jedda, als wir von einem schabenden, kratzenden Geräusch aufgeschreckt werden. Unser Hänger hat ein Rad ab. Die Inspektion zeigt, dass das Radlager gefressen hat und in der leichten Kurve auf der Rampe zum Highway dann gebrochen ist. Hier sitzen wir nun fest, vom fließenden Verkehr umgeben. Es kommt dann auch gleich die neugierige Jugend, die sich dann aber zum Fußballspielen auf dem Bolzplatz in unserem „Kleeblatt“ verkrümelt. So wird uns die Wartezeit auf den angekündigten Pickup durch ein Fußballspiel verkürzt, das nach unserer Beobachtung mit 0:0 endet. Unsere Wartezeit endet dagegen noch nicht, die Sonne ist mit dem Untergehen schon fertig und die Straßenbeleuchtung eingeschaltet, als ein Pickup oben auf dem Highway mit eingeschalteter Warnblinkanlage steht. Angeblich der unserige. Er bräuchte jetzt eigentlich nur noch herkommen. Doch das gelingt trotz telefonischer Regieanweisungen nicht, und so bleibt er verschollen. Letztendlich wird doch das gesamte Gepäck in den Bus geladen, und wir finden zwischendrin auch noch Platz. Das hätten wir schon vor zwei Stunden haben können.
Auf dem zentralen Parkplatz in Downtown Jedda übergibt und Guide Nelson an den City-Agenten, der uns auf eine Tour durch den alten Souk führt. So kommen wir auch noch in den Genuss des Abendgebetes, das von drei Moscheen per Lautsprecher an die interessierte Öffentlichkeit übertragen wird. Wir sehen diesen alten Markt nur im Licht der Lampen und vieles bleibt im gnädigen Dunkel, aber es drängt sich der Eindruck auf, dass für Sauberkeit und Erhalt der Bausubstanz ein intensives Desinteresse vorherrscht. Die typischen holzgeschnitzten Balkone der großen, alten Häuser sind dem Verfall preisgegeben; Wohnungen für Fremdarbeiter heißt es. Anschließend werden die Geschäfte wieder geöffnet und der Markt belebt sich wieder.
Nach diesem Rundgang geht’s in ein Restaurant, wo wir uns für die kommenden Ereignisse noch einmal stärken. Jetzt ist Flughafen angesagt und warten bis unser Flug dann kurz vor fünf Uhr abheben wird. Inshallah. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen und wir müssen noch lange warten, und nichts zu lesen dabei. Aber wir können unser Gepäck schon mal loswerden, ein Schritt in die richtige Richtung. Um die Wartezeit zu verkürzen kommt ein Offizieller aus der Gepäckkontrolle und sucht nach dem Besitzer eines Gepäckstückes nach Frankfurt. Da ich so richtig deutsch aussehe steuert er mich auch direkt an und hält mir einen Gepäckaufkleber direkt unter die Nase. Darauf steht Michael und Frankfurt, so folge ich ihm dann in die Gepäckkontrolle. Das Gepäckstück ist aber nicht das Meinige, sieht aber irgendwie bekannt aus. Die genaue Kontrolle des Gepäckabschnittes sagt dann auch, dass Buddy Michael gemeint ist. So wecke ich ihn dann auf und konfrontiere ihn mit seinem Gepäck und dem Offiziellen. Das Gepäckstück wird noch mal durchleuchtet und dann anschließend einer visuellen Inspektion unterzogen. Die fällt, wohl aufgrund der leicht müffelnden Tauchklamotten, sehr oberflächlich aus.
Freitag, 08. Januar 2010
Mit Beginn des neuen Tages verlassen wir Saudi Arabien und begeben uns in den Abflugbereich. Verglichen mit dem Procedere der Einreise eine vergleichsweise banale Handlung. Nur, dass noch ein Beipackzettel ausgefüllt werden muss, auf dem Name und Passnummer zweimal angegeben werden müssen. Ordnung muss sein. Und Stempel auch.
Die Sicherheitskontrolle, besonders die Personenkontrolle, ist sehr intensiv alles Metallene muss in den Kasten zur Durchleuchtung. Auch der Stoffgürtel mit dem Metallclip. Die Hose bleibt am Platz dank des guten Essens an Bord. Nach diesem kurzweiligen Intermezzo ist wieder Warten angesagt. Die Minuten formen sich nur langsam zu viertel, halben und ganzen Stunden. Das Warenangebot des Duty Free Shops kenne ich nun auch schon fast auswendig. Aber endlich wird auch unser Flug aufgerufen und die Lebensgeister kommen zurück, der Flieger wird geentert und sich auf dem Platz schon mal für die Nacht eingerichtet, gleich geht es los! Nur, dass dieses „gleich“ eine Stunde dauert hat uns keiner gesagt. Doch dann heben wir ab und verlassen das winterliche Saudi Arabien – das winterlich erkennt man daran, dass die Wassertemperatur höher als die Lufttemperatur ist – und stellen uns schon mal gedanklich auf das frostige Deutschland und Eiskratzen und unverschleierte dafür dick verpackte Frauen ein.
© Karl-Michael Schlicke 2010

(4) Kersten Störtz
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Brothers, Daedalus, Elphinstone
Tauchsafari mit der MY Seawolf Soul vom 04.09.09 bis 18.09.08

Wir sind dieses Jahr mit einer Gruppe von 6 Tauchern als Wiederholer mit Seawolf Diving getaucht. Nachdem wir letztes Jahr mit der Seacruiser in See gestochen sind und dabei Gelegenheit hatten, die Soul zu besichtigen stand unser Entschluss fest, im Jahr 2009 unsere Safari mit dem Seawolf Flaggschiff zu bestreiten.

Angereist sind wir bereits am 01.09. um uns in Hurghada erstmal von Land aus einzutauchen. Transfers, Hotel und Tauchgänge wurden dabei von unserem Tauchreiseveranstalter Rainer Merten , Merten`s Tauchreisen in gewohnter Manier perfekt vorbereitet, so dass alles reibungslos lief. Die Tauchgänge von Land aus waren eher beschaulich und unspektakulär – aber das ist ja klar, dass man für die Highlights auf hohe See muss. Außerdem konnte man mit der mit Schiffseignerin Cici dann schon über erste Details der Safari fachsimpeln.

Am 04.09. konnten wir dann endlich auf dem Schiff einchecken - die Soul ist ein ausgesprochen schönes Schiff der 36 Meter Klasse und in Bestzustand. Das Schiff ist erst seit relativ kurzer Zeit in Einsatz und demzufolge ist alles hochmodern und sehr komfortabel.

Die Kabinen sind für ein Safariboot recht großzügig und mit eigenen Nasszellen ausgestattet - Platz auf dem Sonnendeck und im Salon gibt es in Hülle und Fülle. Die Crew ist aufmerksam und zeichnet sich durch guten und zuvorkommenden Service aus - und dies erstaunlicherweise trotz des Ramadans. Die Küche ist hervorragend - der Koch versteht es im Laufe einer Woche stets neue Überraschungen zu zaubern - in erstklassiger Qualität.

Der wichtigste Mann an Bord für die Taucher an Bord ist natürlich der Guide. Unsere 6er-Gruppe kann zusammen über 4000 Tauchgänge aufweisen und ohne zu übertreiben, würde jeder von uns bestätigen, dass Guide Hubi einer der Besten seines Fachs ist - dementsprechend waren auch die Tauchgänge.

Es verging kaum ein Tag ohne Großfisch, den Hubi mit untrüglicher Sicherheit aufzufinden wußte. An Elphinstone durften wir mit Grauhaien tauchen, auf Brother Island gab es zu den Grauhaien bereits Fuchshaie als Zugabe - aber das Non Plus Ultra war Daedalus:

Hier haben wir an einem einzelnen Tauchgang erst eine Gruppe Weißspitzen-Hochseehaie gesichtet, die neugierig wie sie nun mal sind, auf kürzeste Distanz herankamen und bei uns blieben.
Während man noch die Longimani besichtigt hat, tauchte im Hinterrund eine Schule Hammerhaie auf - garniert von vereinzelten Grauhaien. Eigentlich wusste man schon gar nicht mehr, welchen Großfisch man zuerst betrachten soll.

Abgerundet wurden diese zwei Wochen durch weitere spektakuläre Begegnungen - mit Tümmlern (nicht schnorchelnd sondern unter Wasser mit Gerät), mit Mantas und mit den üblichen Verdächtigen (Napoleon, Turtle, Weißspitzen-Riffhai.) Die Hammerhaie haben wir sogar so oft gesichtet, dass es schon langweilig wurde.

Kurzum, ich dachte zuerst, dass man die ´alten´ Safaris mit Rudi Kneip in der Frühphase des ägyptischen Tauchtourismus nicht mehr toppen kann - aber das Team von Seawolf Diving hat es geschafft.

Die Safari war in jeder Hinsicht perfekt - sieht man mal von den üblichen Nervigkeiten der ägyptischen Behörden ab (Visa, Marineparkgebühr, Auslaufzeiten der Boote) , die jedoch von Cici so schmerzlos wie möglich für die Gäste gestaltet wurde.

Aus diesem Grund eine uneingeschränkte Empfehlung von uns - die nächste Reise mit Seawolf hat Rainer Merten schon für uns gebucht. Wir sehen uns - grüßt mir bis dahin die Hammerhaie!

Kersten



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